Bild folgtKI-generierte IllustrationXenus cinereus (Güldenstädt, 1775)
Auch bekannt als: Terekwasserläufer
Güldenstädt, 1775
Der Terekwasserläufer (Xenus cinereus) ist ein etwa amselgroßer, graubrauner Watvogel, der durch seinen markant aufwärts gebogenen Schnabel, die gelben Beine und ein ständiges Wippen des Hinterteils auffällt. Er ist ein flinker Läufer, den Du meist am schlammigen Rand von Gewässern beobachten kannst. Als reiner Insektenfresser stochert er geschickt im Boden nach Larven und kleinen Wirbellosen. Sein Nest baut er als Bodenbrüter direkt in flachen Bodenmulden, die oft nur spärlich mit Halmen ausgekleidet sind. Da er ein Langstreckenzieher (Vogel, der über tausende Kilometer wandert) ist, verbringt er den Winter meist in weit entfernten südlichen Regionen. In Deinem Garten wird er sich nur wohlfühlen, wenn Du einen Zugang zu einem naturnahen Teichufer oder einem Bachlauf besitzt. Du kannst ihm helfen, indem Du solche Uferzonen nicht bepflanzt, sondern als offene Schlamm- oder Sandflächen belässt. Vermeide Störungen in diesen Bereichen, damit er in Ruhe nach Nahrung suchen kann. Da er auf ein reiches Angebot an Kleintieren angewiesen ist, fördert ein ökologischer Garten ohne Insektizide (Mittel zur Insektenbekämpfung) seine Lebensgrundlage. Sein Ruf ist ein charakteristisches, schnelles Pfeifen, das oft schon von weitem zu hören ist.
Der Vogel ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf während der Brutzeit nicht gestört werden. Da er am Boden brütet, sind seine Gelege besonders durch freilaufende Hunde oder Trittschäden gefährdet. Eine Verwechslung ist aufgrund der speziellen Schnabelform nahezu ausgeschlossen.
Der Terekwasserläufer (Xenus cinereus) wird taxonomisch in die Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) eingeordnet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nordosteuropa bis nach Sibirien, wobei er in Mitteleuropa regelmäßig als Durchzügler erscheint. Die Art bevorzugt offene Schlammflächen an Küsten oder Binnengewässern zur Nahrungssuche. Charakteristisch und unterscheidungsrelevant gegenüber anderen Limikolen (Watvögeln) ist der deutlich nach oben geschwungene Schnabel.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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