Bild folgtKI-generierte IllustrationZanclognatha zelleralis
An ihrer schlichten, erdbraunen Färbung und den nach vorne gerichteten, rüsselartig verlängerten Lippentastern (Tastorgane am Mund) lässt sich die Zeller-Zünslereule (Zanclognatha zelleralis) sofort erkennen. Dieser mittelgroße Nachtfalter erreicht eine Körpermasse von etwa 0,02 Gramm und wirkt durch seine Färbung wie ein welkes Blatt. Er bringt eine Generation pro Jahr hervor, wobei die erwachsenen Falter zwischen Mai und September aktiv sind. Als polyphage (viele verschiedene Pflanzenarten nutzende) Art ist die Raupe nicht wählerisch, ernährt sich jedoch bevorzugt von trockenem oder verwelktem Laub am Boden. Du kannst diesen nützlichen Bewohner fördern, indem du in deinem Garten Laubschichten unter heimischen Gehölzen wie der Rotbuche (Fagus sylvatica) oder der Stieleiche (Quercus robur) liegen lässt. Da die Art warme Standorte bevorzugt, sind sonnige, windgeschützte Gartenbereiche ideal. Im Frühjahr, etwa im März, beenden die Raupen ihre Überwinterung am Boden und bereiten sich auf die Verpuppung vor. Ein naturnaher Garten mit einer Krautschicht aus Brennnesseln (Urtica dioica) bietet ihnen den nötigen Schutz. Durch den Verzicht auf Ordnungswahn bei der Gartenarbeit sicherst du ihr Überleben.
Die Zeller-Zünslereule ist völlig harmlos und ein nützlicher Bestandteil des Naturhaushalts, da ihre Raupen beim Abbau von totem Laub helfen. Sie besitzt keinen Stachel, beißt nicht und ist aufgrund ihrer Seltenheit ein schützenswerter Gast. Bitte lasse gefundene Raupen in der Laubschicht ungestört an ihrem Platz.
Die Zeller-Zünslereule gehört zur Familie der Erebidae (Eulenfalter) und wird innerhalb der Schmetterlinge der Gattung Zanclognatha zugeordnet. In der Schweiz ist die Art heimisch, wobei bisher 40 Sichtungen dokumentiert wurden, was auf eine eher lokale Verbreitung hindeutet. Typisch für diese Art ist die Vorliebe für warme Habitate, in denen die Raupen als Generalisten organisches Material am Boden verwerten. Die Falter sind mittelgroß und durch ihre Tarnfarben perfekt an ein Leben in der Laubstreu angepasst.
Körpergröße
medium
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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