Bild folgtKI-generierte IllustrationZantedeschia aethiopica
Auch bekannt als: Zantedeschia aethiopica
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem markanten, schneeweißen Hüllblatt lässt sich die Zimmerkalla (Zantedeschia aethiopica) sofort erkennen. Sie umhüllt damit schützend den gelben Blütenstab und setzt elegante Akzente an jedem Teichrand. Als krautige Pflanze ohne Verholzung bereichert sie feuchte Gartenbereiche durch ihre markante Struktur und ihre breiten Blätter. Da für diese Art keine spezifischen Daten zu gebietsfremd Insektenbesuchern vorliegen, schätzt man sie vor allem für ihre Rolle im Wasserhaushalt des Gartens. Ihre schweren Samen lassen zudem auf eine Verbreitung über kurze Distanzen durch Bodenbewohner schließen. Hast du schon einen ausreichend feuchten Platz für diese besondere Bewohnerin in deinem Garten reserviert?
Weiße Eleganz für den Teichrand: Die krautige Schönheit liebt nasse Füße.
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Zur Bedeutung für heimische Bestäuber liegen derzeit keine spezifischen Daten vor. Ein interessantes Merkmal ist jedoch das Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 20,26 mg. Dieses vergleichsweise schwere Gewicht deutet darauf hin, dass die Samen vorwiegend über kurze Distanzen oder durch am Boden lebende Tiere verbreitet werden. Als krautige Pflanze liefert sie nach der Saison wertvolle organische Substanz für Bodenlebewesen, sofern die Reste im Garten verbleiben. In Feuchtbiotopen bietet sie durch ihre großen Blätter zudem Deckung für Amphibien. Ihr ökologischer Beitrag liegt somit primär in der Strukturgebung und der Förderung der Bodenbiologie in Ufernähe.
Die Zimmerkalla ist nicht kindersicher und in allen Pflanzenteilen giftig. Der Saft enthält Stoffe, die bei Kontakt Haut und Schleimhäute stark reizen können. Sollten Teile der Pflanze verschluckt werden, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der niemals ganz austrocknet.
Boden: Die Erde sollte nährstoffreich und dauerhaft feucht sein, auch Staunässe am Teichrand wird vertragen.
Pflanzzeit: Setze die Rhizome (Wurzelstöcke) im Frühjahr zwischen März und Mai, sobald keine Bodenfröste mehr drohen.
Pflanztiefe: Vergrabe die Knollen etwa 10 Zentimeter tief in der Erde.
Wasserbedarf: Halte den Boden besonders während der Sommermonate stets nass; die Pflanze liebt 'nasse Füße'.
Pflege: Entferne verblühte Stiele nur, wenn du keine Samenbildung für die Tierverbreitung wünscht.
Überwinterung: Da die Art nicht frosthart ist, musst du die Rhizome im Spätherbst ausgraben und frostfrei lagern.
Vermehrung: Du kannst den Wurzelstock im Frühjahr vor dem Einpflanzen vorsichtig teilen.
Gute Partnerin: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie teilt die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzt die Kalla durch ihre frühe Blütezeit.
Die Zimmerkalla (Zantedeschia aethiopica) gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika. In Mitteleuropa wird sie als Zierpflanze geschätzt, die natürlicherweise in Sumpfgebieten und an Flussläufen vorkommt. Charakteristisch ist der Aufbau aus einem unterirdischen Rhizom (Sprossachse), aus dem breitblättrige Laubblätter treiben. Die vermeintliche Blüte besteht botanisch aus einer Spatha (einem großen Hochblatt) und dem eigentlichen Spadix (Blütenkolben). Als nicht verholzende Pflanze zieht sie sich im Winter vollständig in ihre Speicherorgane zurück.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →