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Comastoma tenellum
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Wer den Zarten Haarschlund (Comastoma tenellum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die kleinen, meist vierzähligen Blüten wirken mit ihrem fein behaarten Schlundeingang wie filigrane Kunstwerke. In deinem Naturgarten ist diese Rarität ein echter Gewinn für den Artenschutz, da sie auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird. Besonders spezialisierte Schmetterlinge wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) sind auf solche heimischen Kostbarkeiten angewiesen. Mit der Ansiedlung dieser Pflanze biestest du bedrohten Insekten einen wertvollen Rückzugsort. Wenn du alpine Bedingungen in deinem Garten hast, ist dieser Enzianverwandte genau das Richtige für dich.
Alpine Kostbarkeit: Eine seltene Rettungsinsel für bedrohte Scheckenfalter.
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Der ökologische Wert des Zarten Haarschlunds zeigt sich vor allem in seiner Bedeutung für seltene Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) von der Pflanze als Nektarquelle. Da die Art in der Natur extrem selten ist, fungiert jedes Exemplar im Garten als wichtiges Trittsteinbiotop (ein vernetzender Lebensraum für wandernde Arten). Die Samenreife im Spätsommer sichert den Fortbestand der Population. Durch die Verbindung mit der Arbuskulären Mykorrhiza (spezielle Bodenpilze) fördert der Zarte Haarschlund zudem eine gesunde Bodenbiologie in seinem Umfeld.
Der Zarte Haarschlund (Comastoma tenellum) ist als nicht kindersicher eingestuft. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Bitte achte darauf, die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren zu kultivieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Pflanzenhöhe
0,038 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Zarte Haarschlund gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) und ist als indigene Art (ursprünglich im Gebiet einheimisch) in Deutschland und Österreich verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind vor allem alpine Rasen und karge Gebirgswiesen. Eine morphologische Besonderheit sind die Fransen im Inneren der Blüte, die dem Schutz des Nektars dienen. Die Pflanze lebt in einer Arbuskulären Mykorrhiza (eine enge Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen), die ihre Nährstoffaufnahme in schwierigen Lagen verbessert. Aufgrund seiner Seltenheit wird er auf der Roten Liste unter der Kategorie R geführt.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•Middleton-Welling_2020
•pollinator_interactions
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.