Bild folgtKI-generierte IllustrationZelotes atrocaeruleus (Simon, 1878)
Die Daumen-Schwarzspinne (Zelotes atrocaeruleus) ist eine heimische Erdbewohnerin, die durch ihre tiefschwarze Färbung und eine flinke, bodengebundene Lebensweise ohne Fangnetz auffällt. Als typische Vertreterin ihrer Gruppe baut sie keine Radnetze, sondern betreibt eine aktive Jagd, bei der sie Beutetiere am Boden direkt überwältigt. Tagsüber verbirgt sich das Tier meist in einem schützenden Gespinstsack unter Steinen, Totholz oder in der Laubschicht deines Gartens. In der Dämmerung und nachts wird sie aktiv und streift durch die Krautschicht (die bodennahe Vegetationsebene), um kleine Insekten zu erbeuten. Für dich als Gartenbesitzer ist sie eine nützliche Helferin, da sie zur natürlichen Regulation von Kleinstinsekten beiträgt. Du kannst diesen kleinen Jäger unterstützen, indem du Strukturen wie liegendes Holz oder herbstliches Laub nicht restlos entfernst. Ein naturnaher Garten mit ungestörten Bodenbereichen bietet ihr den idealen Lebensraum. Da sie sehr scheu ist, bekommt man sie nur selten zu Gesicht, was sie zu einem heimlichen, aber wertvollen Gast macht.
Spezifische Daten zum saisonalen Jahreszyklus liegen für diese Art derzeit nicht in gesicherter Form vor.
Die Daumen-Schwarzspinne ist für den Menschen vollkommen harmlos. Ihre Kieferklauen sind viel zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringen, und sie zeigt keinerlei aggressives Verhalten. Ein vorsichtiger Umgang mit diesen Tieren im Garten ist daher völlig unbedenklich.
Diese Spinne gehört zur Familie der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wobei sie als heimische Art fest in den regionalen Ökosystemen etabliert ist. Als räuberischer Bodenbewohner besiedelt sie bevorzugt trockene Standorte und lebt stenök (an sehr spezifische Umweltbedingungen angepasst). Die Gattung Zelotes ist insbesondere für ihre dunkle Pigmentierung und ihre Schnellkraft bei der Beutejagd bekannt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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