Bild folgtKI-generierte IllustrationSorbus chamaemespilus
Auch bekannt als: Filzige Mehlbeere, Filzige Zwerg-Mehlbeere
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Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren für Mehlbeeren ungewöhnlichen, rötlich schimmernden Blüten und dem kompakten, strauchartigen Wuchs fällt die Zwerg-Mehlbeere (Sorbus chamaemespilus) sofort auf. In deinem Garten ist dieses alpine Juwel ein echter Gewinn für den Artenschutz, da sie als seltene heimische Art spezialisierten Insekten eine Heimat bietet. Besonders profitieren gefährdete Falter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) von ihrem Nektarangebot. Wenn du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, ist dieser Strauch die perfekte Wahl für dich. Du holst dir damit ein Stück Hochgebirgsflair direkt vor die Haustür.
Alpiner Raritätenschutz: Die rötliche Blütentankstelle für seltene Falter.
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Diese Mehlbeere ist eine lebenswichtige Ressource für eine Vielzahl spezialisierter Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie als Nektarpflanze für den Rosetten-Dickkopffalter (Spialia rosae) und den Heilziest-Dickkopffalter (Spialia sertorius). Auch seltene Arten wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria aquilonaris, hier synonym für Boloria frigga stehend) finden hier Nahrung. Im Herbst reifen die Früchte heran, die eine wertvolle Futterquelle für heimische Vögel darstellen. Da sie als Schwachzehrer auf magere Standorte angewiesen ist, fördert sie die biologische Vielfalt in Gartenbereichen, die für viele Prachtstauden zu karg wären.
Bitte beachte, dass die Zwerg-Mehlbeere als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Früchte und Blätter sollten nicht verzehrt werden, da sie bei empfindlichen Personen oder Kindern Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Es ist ratsam, den Strauch so zu pflanzen, dass er nicht unmittelbar als Naschpflanze für Kleinkinder fehlinterpretiert wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.128 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit der Strauch seine volle Blütenpracht entwickeln kann.
Achte auf einen kalkhaltigen bis basischen Boden (Reaktionswert 8); bei Bedarf kannst du mit etwas Algenkalk nachhelfen.
Der Boden sollte eher nährstoffarm und mager sein (Schwachzehrer), verzichte daher auf mineralischen Dünger.
Halte den Boden gleichmäßig frisch und mäßig feucht (Feuchtewert 4), vermeide aber unbedingt Staunässe durch eine gute Drainage.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Da die Pflanze verholzt und sehr langsam wächst, ist ein regelmäßiger Rückschnitt nicht notwendig.
Halte die Baumscheibe anfangs frei von starkem Unkrautwuchs, um die Etablierung der Arbuskulären Mykorrhiza (AM-Pilzsymbiose) zu fördern.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige, sonnige Standorte und ergänzt die Zwerg-Mehlbeere ökologisch perfekt.
Die Zwerg-Mehlbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorkommende Art. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über die Gebirgsregionen, wo sie bevorzugt in lichten Bergwäldern und auf steinigen Felshängen wächst. Morphologisch unterscheidet sie sich von anderen Sorbus-Arten durch ihre geringe Wuchshöhe und die breit-eiförmigen Blätter mit fein gesägtem Rand. Als Pflanze der kühleren Alpinzonen (Temperaturwert 3) ist sie extrem frosthart, benötigt aber eine gute Belüftung und kalkreiche Untergründe.
1 Video zu Zwerg-Mehlbeere
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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