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Wissenschaftliche StudieCC BY 4.02020

Bewertung der Bedeutung von Zierpflanzen für Bestäuber in städtischen und vorstädtischen Gebieten in Stuttgart

Originaltitel: Evaluation of the importance of ornamental plants for pollinators in urban and suburban areas in Stuttgart, Germany

Urban EcosystemsDOI: 10.1007/s11252-020-01085-037× zitiert

Kernaussagen

1

Zierpflanzen in Gärten sind eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl städtischer Bestäuber.

Hohe Evidenz
2

Wildbienen sind die am häufigsten vertretene Gruppe an Zierpflanzen im Siedlungsraum.

Hohe Evidenz
3

Die Attraktivität für Insekten unterscheidet sich nicht nur zwischen Pflanzenarten, sondern massiv zwischen einzelnen Zuchtsorten.

Mittlere Evidenz
4

Pflanzen mit mehr Blüteneinheiten locken deutlich mehr Bestäuber an.

Mittlere Evidenz

Zusammenfassung

Bewertung der Bedeutung von Zierpflanzen für Bestäuber in städtischen und vorstädtischen Gebieten in Stuttgart

Kernaussagen

1. Kernaussage

Aussage: Zierpflanzen in Gärten sind eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl städtischer Bestäuber.

Evidenz: 10.565 registrierte Bestäuberbesuche über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Confidence: high

Zitat:

"the assortment of ornamental plants was visited by a high number of urban pollinators for collecting pollen and nectar"

2. Kernaussage

Aussage: Wildbienen sind die am häufigsten vertretene Gruppe an Zierpflanzen im Siedlungsraum.

Evidenz: Über 50 % der beobachteten Insekten (ohne Hummeln) waren Wildbienen.

Confidence: high

Zitat:

"wild bees (> 50%, excluding bumblebees) being the most abundant pollinator group"

3. Kernaussage

Aussage: Die Attraktivität für Insekten unterscheidet sich nicht nur zwischen Pflanzenarten, sondern massiv zwischen einzelnen Zuchtsorten.

Evidenz: Signifikante Unterschiede in der Bestäuberzusammensetzung bei verschiedenen Kultivaren.

Confidence: medium

Zitat:

"These differences occurred not only among plant species but to the same extent among cultivars"

4. Kernaussage

Aussage: Pflanzen mit mehr Blüteneinheiten locken deutlich mehr Bestäuber an.

Evidenz: Positive Korrelation zwischen der Anzahl der Blüten pro Pflanze und der Bestäuberdichte.

Confidence: medium

Zitat:

"the number of pollinators was positively correlated with number of flowering units per plant"

Methodik

An 13 verschiedenen Standorten in Stuttgart wurden identische Beete mit ausgewählten Zierpflanzen angelegt. Über zwei Sommer hinweg untersuchten Forscher systematisch, welche Insekten wie oft die Blüten besuchten.

Stichprobe: 13 Teststandorte im Raum Stuttgart, 10.565 beobachtete Bestäuber, 2-jährige Studiendauer (veröffentlicht 2020).

Limitationen

Die Ergebnisse variieren je nach Untersuchungsjahr und lokalem Umfeld der Gärten; zudem wurden nur spezifische Zierpflanzensets und nicht das gesamte Marktsortiment geprüft.

Zusammenfassung

Eine wissenschaftliche Untersuchung aus Stuttgart belegt, dass Zierpflanzen in städtischen Gärten eine wertvolle Rolle für den Naturschutz spielen können. Besonders Wildbienen nutzen diese Pflanzen intensiv als Nahrungsquelle für Pollen und Nektar. Die Studie macht jedoch deutlich, dass 'Zierpflanze' nicht gleich 'Zierpflanze' ist: Die Attraktivität hängt stark von der spezifischen Sorte und der Üppigkeit der Blüte ab. Diese Daten liefern eine wichtige Grundlage, um die Kennzeichnung 'bienenfreundlich' im Handel künftig verlässlicher zu gestalten.

Praktische Empfehlung: Achten Sie beim Pflanzenkauf nicht nur auf die Art, sondern auch auf die Sorte: Wählen Sie bevorzugt Pflanzen, die eine hohe Anzahl an Einzelblüten bilden, da die schiere Blütenfülle ein Hauptfaktor für die Anziehung von Wildbienen ist.


Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und muss vor Veröffentlichung geprüft werden. Summarized by: AI | Study ID: dff103a7-4a20-4578-86bd-fad49d7b21f9

Methodik

Studiendesign

An 13 verschiedenen Standorten in Stuttgart wurden identische Beete mit ausgewählten Zierpflanzen angelegt. Über zwei Sommer hinweg untersuchten Forscher systematisch, welche Insekten wie oft die Blüten besuchten.

Stichprobe

13 Teststandorte im Raum Stuttgart, 10.565 beobachtete Bestäuber, 2-jährige Studiendauer (veröffentlicht 2020).

Einschränkungen

Die Ergebnisse variieren je nach Untersuchungsjahr und lokalem Umfeld der Gärten; zudem wurden nur spezifische Zierpflanzensets und nicht das gesamte Marktsortiment geprüft.

Abstract

Abstract Urban landscapes are often characterized by a wide range of diverse flowering plants consisting of native and exotic plants. These flower-rich habitats have proven to be particularly valuable for urban pollinating insects. However, the ability of ornamental plants in supporting urban pollinator communities is still not well documented. For this study, we established flower beds at 13 different urban testing sites, which were planted with identical sets of ornamental garden plants. The pollinator visitation patterns were then observed throughout the summer seasons. Over a two-year period, a total of 10,565 pollinators were recorded with wild bees (> 50%, excluding bumblebees) being the most abundant pollinator group. Our results revealed that (I) the assortment of ornamental plants was visited by a high number of urban pollinators for collecting pollen and nectar, and (II) the pollinator abundance and composition varied significantly within the tested ornamental plants. These differences occurred not only among plant species but to the same extent among cultivars, whereby the number of pollinators was positively correlated with number of flowering units per plant. By using a generalized linear mixed model (GLMM) and redundancy analysis (RDA) we identified further significant impacts of the two variables year and location on the insect pollinator abundance and richness. Despite of the local and yearly variations, our approach provided a good and field-applicable method to evaluate the pollinator friendliness in ornamental plants. Such tools are urgently required to validate labels like ‘bee friendly’ or ‘pollinator friendly’ used by plant breeding companies.

Themen

hummelnwildbienenbestäubergarten

Quellenhinweis

Diese Studie wurde über OpenAlex importiert und ist unter der Lizenz CC BY 4.0 frei verfügbar.

Originalquelle: https://doi.org/10.1007/s11252-020-01085-0

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