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Wissenschaftliche StudieCC BY 4.02023

Bürgerwissenschaftliche Initiativen erhöhen die Bestäuberaktivität in Privatgärten und Grünflächen

Originaltitel: Citizen science initiatives increase pollinator activity in private gardens and green spaces

Frontiers in Sustainable CitiesDOI: 10.3389/frsc.2022.109910018× zitiert

Kernaussagen

1

Artenreiche Blumenwiesen sowie größere und ältere Pflanzungen ziehen deutlich mehr Bestäuber an als junge oder monotone Flächen.

Hohe Evidenz
2

Wildbienenhotels werden besser angenommen, wenn sie in einer blütenreichen Umgebung stehen und bereits seit mehreren Jahren im Garten etabliert sind.

Mittlere Evidenz
3

Bei künstlichen Nisthilfen werden kleine Bohrlöcher (unter 10 mm Durchmesser) deutlich häufiger besiedelt als größere Löcher.

Hohe Evidenz

Zusammenfassung

Bürgerwissenschaftliche Initiativen erhöhen die Bestäuberaktivität in Privatgärten und Grünflächen

Kernaussagen

1. Kernaussage

Aussage: Artenreiche Blumenwiesen sowie größere und ältere Pflanzungen ziehen deutlich mehr Bestäuber an als junge oder monotone Flächen.

Evidenz: n=3.758 Rückmeldungen; statistisch signifikante Korrelation zwischen Pflanzenvielfalt/Alter und Insektensichtungen.

Confidence: high

Zitat:

"participants were more likely to observe many pollinators [...] in more species rich garden meadows, and in larger and older plantings."

2. Kernaussage

Aussage: Wildbienenhotels werden besser angenommen, wenn sie in einer blütenreichen Umgebung stehen und bereits seit mehreren Jahren im Garten etabliert sind.

Evidenz: Positive Korrelation zwischen Belegungsrate, lokaler Blütenverfügbarkeit und Alter der Nisthilfe.

Confidence: medium

Zitat:

"Bee hotel occupancy was positively related to local flower availability and bee hotel age."

3. Kernaussage

Aussage: Bei künstlichen Nisthilfen werden kleine Bohrlöcher (unter 10 mm Durchmesser) deutlich häufiger besiedelt als größere Löcher.

Evidenz: Vergleich der Belegungsraten von Löchern <10 mm gegenüber 11–15 mm.

Confidence: high

Zitat:

"Smaller nest holes (<10 mm) were more occupied than larger holes (11–15 mm)"

Methodik

Die Studie analysierte Daten einer schwedischen Citizen-Science-Kampagne ('Operation: Rettet die Bienen'), bei der Bürger Online-Fragebögen zu Insektenbeobachtungen und Gartenmaßnahmen einreichten. Die Ergebnisse der Laien-Beobachtungen wurden durch standardisierte 10-minütige Zählungen wissenschaftlich validiert.

Stichprobe: 3.758 Antworten von Gartenbesitzern in Schweden im Jahr 2023.

Limitationen

Die Daten beruhen teilweise auf Selbsteinschätzungen der Teilnehmer; in dicht bebauten städtischen Gebieten war die Wirksamkeit der Maßnahmen aufgrund der Umgebung geringer.

Zusammenfassung

Diese Studie belegt eindrucksvoll, dass private Gärten durch gezielte Maßnahmen wie Blumenwiesen und Nisthilfen zu wertvollen Lebensräumen für Wildbienen werden können. Besonders wichtig für den Erfolg sind dabei die Vielfalt der Pflanzenarten und die Beständigkeit der Maßnahmen über mehrere Jahre hinweg. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Bürgerwissenschaftsprojekte nicht nur wertvolle Daten liefern, sondern aktiv zur Förderung der Biodiversität beitragen. Für Gärtner bedeutet dies: Geduld und Vielfalt zahlen sich aus, da ältere und blütenreiche Gärten die höchste Anziehungskraft auf Bestäuber ausüben.

Praktische Empfehlung: Achten Sie bei Wildbienenhotels darauf, überwiegend Löcher mit einem Durchmesser von weniger als 10 mm anzubieten, und platzieren Sie diese in unmittelbarer Nähe zu einer großen Auswahl an heimischen Blütenpflanzen.


Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und muss vor Veröffentlichung geprüft werden. Summarized by: AI | Study ID: 559fb06e-f1cf-4e41-bcfa-7bff0c5fba7b

Methodik

Studiendesign

Die Studie analysierte Daten einer schwedischen Citizen-Science-Kampagne ('Operation: Rettet die Bienen'), bei der Bürger Online-Fragebögen zu Insektenbeobachtungen und Gartenmaßnahmen einreichten. Die Ergebnisse der Laien-Beobachtungen wurden durch standardisierte 10-minütige Zählungen wissenschaftlich validiert.

Stichprobe

3.758 Antworten von Gartenbesitzern in Schweden im Jahr 2023.

Einschränkungen

Die Daten beruhen teilweise auf Selbsteinschätzungen der Teilnehmer; in dicht bebauten städtischen Gebieten war die Wirksamkeit der Maßnahmen aufgrund der Umgebung geringer.

Abstract

Wild insect pollinators are essential to cultivated and natural ecosystems globally. Today, many pollinator species are declining. One reason is a general lack of flowering habitats at landscape scales. However, urban areas, including private gardens, may provide flowers, and constitute beneficial habitats for pollinators. Here, we evaluate the ecological outcomes of a citizen science campaign run by the Swedish Society for Nature Conservation (SSNC) (called “Operation: Save the bees”), encouraging citizens to incorporate interventions beneficial to wild pollinators (garden meadows, flower plantings, and bee hotels) in their gardens. Data on insect observations and flowering plants were collected through online questionnaires at the end of the growing season. In total, we received 3,758 responses for the three interventions. We found that participants were more likely to observe many pollinators (as opposed to few or none) in more species rich garden meadows, and in larger and older plantings. The surrounding environment also affected pollinator abundance: fewer pollinators were observed in plantings in dense urban areas. Direct counts of pollinators during 10-min surveys correlated strongly to the simplistic abundance assessment (none, few, or many insects seen over the summer season). Bee hotel occupancy was positively related to local flower availability and bee hotel age. Smaller nest holes (&amp;lt;10 mm) were more occupied than larger holes (11–15 mm) and hotels in rural gardens and natural/semi-natural sites were more occupied than those in urban gardens. This study demonstrates that flower-rich private gardens provide integral habitat for wild pollinators and that citizen science programs can provide a tool for implementing and evaluating conservation practices. However, longer lasting commitment resulting in older interventions are preferable and should be encouraged in future campaigns.

Themen

bestäubergarten

Quellenhinweis

Diese Studie wurde über OpenAlex importiert und ist unter der Lizenz CC BY 4.0 frei verfügbar.

Originalquelle: https://doi.org/10.3389/frsc.2022.1099100

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