Entdecke den Naturgarten im Oktober: Wertvolle Spätblüher für Insekten, Anleitung für dein heimisches Waldbeet und nachhaltiger Zaunbau. Jetzt informieren!
Der Oktober ist im Naturgarten keineswegs das Ende der Saison, sondern eine Phase des Übergangs und der ökologischen Vorbereitung. Während viele Gärtner bereits an den Rückschnitt denken, zeigt sich in einem ökologisch geführten Garten jetzt der Wert der Biodiversität. In meinem aktuellen Gartenrundgang nehme ich dich mit zu den späten Blühwundern und neuen Projekten.
Auch bei kühleren Temperaturen sind viele Insekten, insbesondere späte Wildbienenarten und Schwebfliegen, noch aktiv. Sie benötigen dringend Nektar und Pollen, bevor sie in die Winterstarre fallen oder ihren Lebenszyklus beenden. In meinem Garten zeigen sich aktuell vier Protagonisten von ihrer besten Seite:
Mein Rat an dich: Schneide diese Pflanzen jetzt keinesfalls zurück. Lass die verblühten Stände über den Winter stehen. In den hohlen Stängeln überwintern Insektenlarven, und die Samen dienen Vögeln wie dem Stieglitz als Futterquelle.
Ein Highlight dieses Monats ist die Neuanlage des Waldbeetes. Viele Gärten haben schattige Ecken, die oft vernachlässigt werden. Dabei ist der Lebensraum "Waldrand" einer der artenreichsten in unserer Natur.
So gehst du bei der Anlage vor:
| Merkmal | Konventionelles Schattenbeet | Naturnahes Waldbeet (Empfohlen) |
|---|---|---|
| Pflanzen | Oft exotische Funkien oder Begonien | Heimische Farne, Waldmeister, Lungenkraut |
| Pflege | Laub wird oft entfernt | Laub bleibt liegen (Mulchschicht & Humusbildung) |
| Nutzen | Rein optisch | Rückzugsort für Erdkröten, Igel & Insekten |
| Boden | Oft nackte Erde | Geschlossene Pflanzendecke & Laubmulch |
Neben der Bepflanzung ist die bauliche Struktur entscheidend. Aktuell entsteht bei mir ein Entengehege, eingefasst von einem Staketenzaun. Warum Staketenzäune?
Im Gewächshaus reifen währenddessen die letzten Tomaten. Achte hier auf gute Lüftung, um Schimmelbildung (Phytophthora) bei der hohen Herbstfeuchtigkeit zu vermeiden. Ernte jetzt alles ab, was Farbe zeigt – Tomaten reifen drinnen gut nach.
Heimische Arten wie Acker-Witwenblume, Wiesenklee, Ochsenzunge und späte Katzenminze bieten im Oktober wertvolle Nahrung für Insekten.
Verblühte Stängel dienen Insekten als Überwinterungsquartier und Samenstände bieten Vögeln im Winter lebenswichtiges Futter.
Nutze heimische Schattenspezialisten wie Lungenkraut, Waldmeister, Farne und entsprechende Wildblumenzwiebeln für maximale Biodiversität.
Staketenzäune aus Kastanie oder Robinie sind ohne Chemie wetterfest, langlebig und für Kleintiere wie Igel durchlässig.
Ernte jetzt die letzten Früchte vor dem Frost. Tomaten reifen im Haus nach, da im Gewächshaus nun die Schimmelgefahr steigt.
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