Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage der angegebenen Fachquellen erstellt. Die zugrunde liegenden Videobeschreibungen wurden redaktionell geprüft; dieser Beitrag selbst wurde nicht einzeln fachredaktionell geprüft.
Mehr zur KI-TransparenzDas Taubenschwänzchen wirkt wie ein Kolibri, ist aber ein Schmetterling. Wie du den Wanderfalter im August beobachtest und deinen Garten für ihn gestaltest.
Wenn im Spätsommer ein „winziger Kolibri“ vor einer Blüte in der Luft steht, steckt in deutschen Gärten meist kein Vogel dahinter, sondern ein Schmetterling: das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum). Es schwebt wie ein Kolibri, trinkt im Flug Nektar und kann sogar rückwärts fliegen. Mit einem durchgehenden Blütenangebot und stehengelassenen Labkraut-Bereichen kannst du den Wanderfalter unterstützen.
„Deutschland hat seinen eigenen Kolibri – nur ist er gar kein Vogel.“ Mit diesem Satz macht die Reihe Gartenexpedition #shorts auf ein Tier aufmerksam, das viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer im August überrascht: ein Schmetterling, der wie ein winziger Vogel vor Blüten schwebt. Die Angaben stammen aus der Videobeschreibung der Reihe Gartenexpedition #shorts.
Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) gehört zu den Schwärmern, einer Gruppe von Schmetterlingen, die meist für schnellen, kräftigen Flug bekannt ist. Anders als viele andere Schwärmer ist das Taubenschwänzchen tagaktiv. Genau das macht es für dich beobachtbar: Es fliegt am Tag von Blüte zu Blüte und bleibt dabei oft lange an derselben Stelle. Die Videobeschreibung bezeichnet es deshalb als „Kolibri, der ein Schmetterling ist“.
Der Eindruck entsteht durch den Schwirrflug, also durch das Schweben an einer Stelle vor der Blüte. Das Taubenschwänzchen kann nahezu auf der Stelle stehen, blitzschnell die Richtung wechseln und sogar rückwärts fliegen. Während es in der Luft bleibt, rollt es seinen etwa drei Zentimeter langen Saugrüssel aus – ein trinkrohrartiges Mundwerkzeug. Damit erreicht es Nektar tief in röhrenförmigen Blüten, ohne landen zu müssen. Der Energieverbrauch des Schwirrflugs ist enorm. Deshalb verbringt der Falter einen großen Teil seiner aktiven Zeit mit dem Anflug neuer Blüten. Bei einem geeigneten Blütenbestand kann er innerhalb kurzer Zeit sehr viele Einzelblüten besuchen.
Besonders erstaunlich ist, dass der Falter seinen Rüssel nicht blind in die Blüte steckt. Die verlinkte Quelle verweist auf Experimente, die zeigen, dass Macroglossum stellatarum während des Schwebeflugs visuelle Informationen nutzt: Farbe und Muster der Blüte können ihm helfen, die Position der Nektarquelle zu finden. Als Beleg nennt die Beschreibung die Studie von Goyret & Kelber (2012).
Das Taubenschwänzchen ist ein Wanderfalter. Wanderfalter sind Schmetterlinge, die regelmäßig weite Strecken ziehen. Tiere wandern aus südlicheren Regionen nach Mitteleuropa ein und können hier im Sommer eine neue Generation hervorbringen. Ab Mitte August treten deshalb deutlich mehr Falter auf, wie es in der Videobeschreibung heißt. In warmen Regionen Deutschlands gelingt inzwischen sogar einzelnen Tieren die Überwinterung. Das ist aber regional unterschiedlich und bedeutet nicht, dass die Art überall in Deutschland ganzjährig vorkommt.
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Für deinen Garten ist vor allem ein kontinuierliches Blütenangebot wichtig. Der Falter braucht ständig neue Energie. Besonders interessant sind nektarreiche Blüten, bei denen der lange Saugrüssel einen Vorteil bietet. Als Beispiele nennt die Videobeschreibung:
| Pflanzengruppe | Botanische Einordnung | Bedeutung für das Taubenschwänzchen |
|---|---|---|
| Natternkopf | Gattung Echium, in Mitteleuropa z. B. Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare) | nektarreiche, langröhrige Blüten |
| Ziest | Gattung Stachys | Blüten mit tiefem Nektar |
| Weidenröschen | Epilobium-Arten, auch Chamaenerion-Arten | nektarreiche Hochsommerblüher |
| Disteln | u. a. Gattungen Cirsium und Carduus | späte Nektarquelle |
| Labkräuter | Gattung Galium | Raupen-Futterpflanze |
Für die Raupen sind Labkräuter wichtig. Die Weibchen suchen geeignete Pflanzen gezielt auf und legen ihre Eier häufig einzeln ab. Nach rund drei Wochen Raupenentwicklung folgt die Verpuppung; wenige Wochen später schlüpft der Falter. Wenn du also ein kleines Labkraut-Büschel stehen lässt, unterstützt du den gesamten Lebenszyklus. Ein Tipp aus der Videobeschreibung: Sieh im August genau hin, wenn etwas vor deinen Blüten schwebt. Es muss kein Kolibri sein – oft ist es einer unserer regelmäßig einwandernden oder sich entwickelnden Schmetterlinge.
Blühstaffel schaffen: Setze auf nektarreiche Blüten, die vom Frühsommer bis in den September reichen. Es müssen nicht viele Pflanzen sein; wichtig ist, dass nicht alle gleichzeitig verblühen. Achte auf die oben genannten Pflanzengruppen.
Labkraut-Ecke stehen lassen: In einer ungestörten Ecke kannst du Labkräuter wachsen lassen. Sie sind laut Videobeschreibung die wichtigste Raupennahrung.
Beobachten üben: Halte im August während der hellen Tageszeit kurz vor nektarreichen Blüten Ausschau. Der Falter schwebt tagaktiv – anders als viele andere Schwärmer. Du erkennst ihn an der Schwirrbewegung und am langen Rüssel.
Naturgarten-Elemente ergänzen: Ein naturnaher Garten bietet verschiedene Lebensräume. Die NaturKompass-Landingpage nennt etwa Sandarien, Totholz und fischfreie Gartenteiche.
Die passenden Naturgarten-Elemente sind bereits in der Checkliste zusammengestellt.
Die Videobeschreibung listet folgende Quellen: NABU („Taubenschwänzchen – Der Kolibri, der ein Schmetterling ist“), das Artenporträt von Natur in NRW, die Studie von Goyret & Kelber (2012) sowie eine Seite des Botanischen Gartens der Universität Münster.
Nein. Was du im August vor Blüten schweben siehst, ist nach Einschätzung der Videobeschreibung ein Schmetterling: das Taubenschwänzchen. Der „Kolibri-Effekt“ entsteht durch den Schwirrflug und den langen Rüssel.
Besonders gute Chancen gibt es ab Mitte August und im September. Dann sind neben zugewanderten Faltern auch Nachkommen unterwegs, die sich im Sommer in Mitteleuropa entwickelt haben. In warmen Regionen Deutschlands können einzelne Tiere auch überwintern – das ist aber kein Regelfall.
Nektarreiche, röhrenförmige Blüten sind die wichtigste Energiequelle: Natternkopf, Ziest, Weidenröschen und Disteln werden in der Videobeschreibung genannt. Daneben brauchen die Raupen Labkräuter.
Es kommt nicht ausschließlich in Deutschland vor. Es ist ein Wanderfalter, der regelmäßig aus südlicheren Regionen einwandert und hier eine Sommergeneration ausbilden kann. Dauerhafte Bestände gibt es nur regional, etwa in wärmeren Gebieten.
Du brauchst keinen echten Kolibri im Garten. Wenn im August ein Insekt vor einer Blüte steht, rückwärts fliegt und im Flug trinkt, handelt es sich oft um einen unserer faszinierendsten regelmäßig einwandernden Schmetterlinge. Ein zweiter Blick lohnt sich – und ein Garten mit nektarreichen Blüten und Labkraut-Ecken macht solche Begegnungen wahrscheinlicher.
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Stand: 09.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.