Erfahren Sie, welche 10 heimischen Pflanzen im Juni essenziell für Insekten sind. Experten-Tipps für die gezielte Auswahl von Stauden zur Förderung der Biodiversität.
Der Juni stellt ein biologisches Nadelöhr dar. Viele Frühjahrsblüher haben ihre Samen bereits gebildet, während die klassischen Sommerstauden noch keine Blüten zeigen. Für Bestäuber wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) oder die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) ist ein durchgehendes Nektarangebot essenziell. Als Gärtner sind Sie in der Lage, dieses Defizit durch eine bewusste Pflanzenauswahl auszugleichen.
Diese Auswahl konzentriert sich auf Arten, die hohe Nektar- und Pollenwerte bieten und exakt auf die ökologischen Bedürfnisse lokaler Insekten abgestimmt sind.
| Deutsche Bezeichnung | Lateinische Bezeichnung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Wiesen-Salbei | Salvia pratensis | Wichtige Trachtpflanze für Langrüssler |
| Acker-Witwenblume | Knautia arvensis | Hoher Pollenwert für spezialisierte Wildbienen |
| Echtes Johanniskraut | Hypericum perforatum | Pollenlieferant, zieht Schwebfliegen an |
| Karthäuser-Nelke | Dianthus carthusianorum | Nektarquelle für Falter mit langem Rüssel |
| Wiesen-Glockenblume | Campanula patula | Spezialnahrung für Glockenblumen-Scherenbiene |
| Echtes Labkraut | Galium verum | Raupenfutter für verschiedene Nachtfalter |
| Färber-Kamille | Anthemis tinctoria | Attraktiv für Wildbienen und Käfer |
| Rundblättrige Glockenblume | Campanula rotundifolia | Wichtige Nahrungsquelle in trockenen Lagen |
| Taubenkropf-Leimkraut | Silene vulgaris | Wird nachts von spezialisierten Faltern besucht |
| Wiesen-Flockenblume | Centaurea jacea | Allrounder für eine Vielzahl an Bestäubern |
Durch die Etablierung dieser Pflanzen leisten Sie einen messbaren Beitrag zur lokalen Biodiversität. Die genannten Arten sind robust und benötigen keine synthetische Düngung, da sie an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind.
Viele Insekten müssen in dieser Zeit ihre Brut versorgen. Die Juni-Lücke entsteht durch den Übergang von Frühjahrsblühern zu klassischen Sommerpflanzen.
Achten Sie auf lateinische Namen, um sicherzugehen, dass Sie heimische Wildstauden kaufen und keine züchterisch veränderten, wertlosen Gartenformen.
Nein. Heimische Wildpflanzen sind an magere Standorte angepasst. Synthetischer Dünger fördert nur das Krautwachstum und schwächt die ökologische Stabilität.
Hauptartikel: Naturgarten im Juni: Lebensraum für Insekten und Tiere schaffen
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