Bild folgtKI-generierte IllustrationAbutilon theophrasti
Auch bekannt als: Lindenblättrige Schönmalve, Chinesischer Hanf
4
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren großen, herzförmigen Blättern und dem samtigen Flaum fällt die Samtpappel sofort auf. Diese imposante Erscheinung aus der Familie der Malvengewächse ist besonders wertvoll, da sie erst spät im Jahr, von August bis Oktober, ihre gelben Blüten öffnet. In dieser Zeit finden Insekten wie der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) oder die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) hier eine wichtige Nahrungsquelle. Da sie eine stattliche Höhe erreicht, bringt sie Struktur in deinen Garten. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch im Spätsommer Leben in die Beete bringt, liegst du mit ihr genau richtig.
Späte Malven-Pracht: Mit 1,5 Metern Höhe ein wichtiger Ankerplatz für Wildbienen.
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Die Samtpappel bietet eine wichtige Nahrungsquelle im Spätsommer, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie regelmäßig von der Honigbiene und der Verkannten Goldfurchenbiene (Halictus confusus) besucht. Auch Schmetterlinge profitieren: Der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und der spezialisierte Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) nutzen die Pflanze. Mit einem Samengewicht von etwa 8,49 mg produziert sie nahrhafte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die am Boden lebenden Tieren als Nahrung dienen. Da sie bis in den Oktober hinein blüht, schließt sie eine kritische Versorgungslücke im Gartenjahr.
Die Samtpappel wird als nicht kindersicher eingestuft. Aus Sicherheitsgründen solltest du sie daher nicht in der unmittelbaren Nähe von Spielflächen oder in Gärten mit sehr kleinen Kindern pflanzen. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte vorsorglich vermieden werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.5 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung am Tag.
Ellenberg Feuchte 5: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein; vermeide jedoch Staunässe.
Ellenberg Reaktion 7: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Bodenbeschaffenheit: Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) genügt ihr ein gewöhnlicher, gut durchlässiger Gartenboden.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling zwischen März und Mai in die Erde.
Wuchsraum: Beachte die Endhöhe von 1,5 m und lasse ausreichend Abstand zu den Nachbarn.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich durch ihre schweren Samen oft selbst im Nahbereich aus.
Gute Partnerin: Weg-Malve (Malva sylvestris) – sie hat ähnliche Standortansprüche und ergänzt die ökologische Nische der Malvengewächse perfekt.
Die Samtpappel gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz ist sie als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) etabliert und besiedelt bevorzugt Ruderalstandorte (durch menschliche Eingriffe geprägte Flächen wie Schutthalden). Sie erreicht eine Wuchshöhe von genau 1,5 m und zeichnet sich durch ihre breitblättrige Laubform aus. Botanisch interessant ist ihre Verbindung zu Mykorrhiza-Pilzen (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln), die ihr bei der Nährstoffaufnahme helfen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →