Bild folgtKI-generierte IllustrationAchillea clavenae
Auch bekannt als: Almwermut, Weiße Schafgarbe, Weißer Speik, Steinraute
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Bittere Schafgarbe (Achillea clavenae) sofort an ihren silbrig-weiß behaarten Blättern und den strahlend weißen Blütenköpfen, die in lockeren Trugdolden (verzweigte Blütenstände) stehen. In deinem Garten ist sie weit mehr als nur Schmuck: Sie ist eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. So dient sie beispielsweise der Glanzeule (Lacanobia oleracea) als notwendige Raupenfutterpflanze. Wenn du einen sonnigen Standort mit kargem Boden hast, ist diese robuste Gebirgspflanze eine Bereicherung für deine lokale Artenvielfalt. Mit ihr holst du dir ein Stück alpine Natur direkt vor die Haustür.
Silberner Überlebenskünstler und essenzielle Kinderstube für die Glanzeule.
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In der ökologischen Gartenkultur nimmt die Bittere Schafgarbe eine wichtige Rolle als Wirtspflanze ein. Nach aktuellen biologischen Daten ist sie eine nachgewiesene Raupenfutterpflanze für die Glanzeule (Lacanobia oleracea). Diese Falterart ist auf spezifische Pflanzen angewiesen, um den Fortbestand ihrer Population zu sichern. Darüber hinaus bieten die flachen Blütenstände zahlreichen Wildbienen und Schwebfliegen eine leicht zugängliche Nektarquelle. Da sie eine heimische Art ist, sind die Wechselwirkungen mit der lokalen Fauna über Jahrtausende gewachsen, was sie zu einem stabilen Baustein in deinem Garten-Biotop macht.
Die Bittere Schafgarbe wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler kann sie bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung eine Wiesendermatitis (hautreizende Reaktion) auslösen. Achte daher darauf, sie nicht direkt an Wegen oder Spielbereichen zu pflanzen, wo häufiger Hautkontakt zu erwarten ist.
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Wuchsform
Krautige Pflanze
Die Bittere Schafgarbe bevorzugt einen vollsonnigen, warmen Platz in deinem Garten. Der Boden sollte dem Ellenberg-Feuchtekriterium 2 entsprechen, was bedeutet, dass sie einen sehr trockenen bis trockenen Standort benötigt. Ideal ist ein magerer (nährstoffarmer), kalkhaltiger und sehr durchlässiger Untergrund, etwa in einem Steingarten oder einer Trockenmauer.
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie an karge Bergregionen angepasst ist, benötigt sie keinen Dünger und muss nur bei extremer Hitze gegossen werden.
Vermehrung: Du kannst den Wurzelstock im Frühjahr teilen, um die Pflanze zu verjüngen.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist das Gewöhnliche Sonnenröschen (Helianthemum nummularium). Beide teilen die Vorliebe für kalkreiche, trockene Böden und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft, die Insekten über einen langen Zeitraum Nahrung bietet.
Die Bittere Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigene (einheimische) Art der Kalkalpen. Ihr natürlicher Lebensraum sind Felsfluren (Pflanzengesellschaften auf Gestein) und Kalkschutthalden in montanen bis alpinen Höhenstufen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren polsterartigen Wuchs und die dichte, seidige Behaarung aus, die als Schutz vor starker Sonneneinstrahlung dient. Trotz ihrer spezialisierten Herkunft gilt sie in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz nach der Roten Liste als nicht gefährdet.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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