Bild folgtKI-generierte IllustrationAdonis vernalis
Auch bekannt als: Teufelsauge, Frühlingsteufelsauge, Frühlingsadonis, Frühlings-Adonis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen bis zu acht Zentimeter großen, seidig glänzenden gelben Schalenblüten und den fein gefiederten Blättern ist es eine wahre Pracht. Als gefährdete Art der Roten Liste 3 ist es ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz in deinem Garten. Besonders Käfer wie der Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Coccinula quatuordecimpustulata) oder Fellkäfer profitieren von der offenen Blütenform. Mit dieser Pflanze holst du dir eine botanische Kostbarkeit nach Hause, die auf mageren Standorten glänzt. Trau dich ruhig an diese Rarität heran.
Gefährdete Sonnenanbeterin: Ein leuchtendes Juwel für deinen Magerrasen.
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Das Frühlings-Adonisröschen bietet einen wichtigen Lebensraum für spezialisierte Insektenarten. Nach aktuellen Daten besuchen der Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Coccinula quatuordecimpustulata) und verschiedene Fellkäfer die Blüten, um Pollen zu fressen. Auch die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) nutzt die leuchtend gelben Schalen oft als Ansitz, um auf Beute zu warten. Da die Pflanze im Mai blüht, stellt sie eine wesentliche Nahrungsquelle in sonnigen Magerhabitaten dar. Aufgrund ihrer Seltenheit ist jede Ansiedlung im Garten ein direkter Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität.
Das Frühlings-Adonisröschen ist in allen Teilen giftig und nicht kindersicher. Es enthält herzwirksame Substanzen, die bei Verzehr für Menschen und Haustiere gefährlich sind. Eine Verwechslung ist mit dem Gelben Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana) möglich, doch das Adonisröschen besitzt deutlich feiner zerteilte, fast dillenartige Blätter.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der Wärme speichert.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde muss trocken und sehr mager sein (Schwachzehrer).
Staunässe: Diese muss unbedingt vermieden werden; ein durchlässiger, kalkhaltiger Boden ist ideal.
Pflanzzeit: Setze das Adonisröschen im März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Rückschnitt: Die Pflanze zieht nach der Samenreife oft ein; lass die vertrockneten Teile als Schutz über den Winter stehen.
Vermehrung: Die Art reagiert empfindlich auf Störungen an der Wurzel; vermeide ein Umpflanzen.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist das Echte Federgras (Stipa pennata).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen sich in der Natur denselben Lebensraum auf Xerothermrasen und ergänzen sich optisch perfekt durch das Zusammenspiel von Blüte und feinen Grashalmen.
Das Frühlings-Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Es ist eine indigene (einheimische) Staude in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Kiefernwälder auf kalkhaltigem Untergrund. Charakteristisch sind die mehrfach fiederteiligen (fein zerteilten) Blätter und die kräftige Pfahlwurzel. Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur verbesserten Nährstoffaufnahme) ein, was ihr das Überleben auf kargen Böden ermöglicht.
3 Videos zu Frühlings-Adonisröschen



3 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →