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Familie: Encyrtidae
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Die Ageniaspis atricollis ist eine winzige Erzwespe aus der Familie Encyrtidae. Du wirst sie im Garten kaum bemerken, denn sie misst nur wenige Millimeter. Als Eiparasitoid legt sie ihre Eier in die Eier bestimmter Schmetterlinge. Die schlüpfenden Larven ernähren sich vom Wirtsinhalt und verhindern so, dass Raupen schlüpfen. Genau das macht sie zu einem stillen Helfer, wenn Du Obstbäume oder andere Gehölze pflegst. Sie gehört zu den natürlichen Gegenspielern von Arten wie dem Schwammspinner oder anderen Kleinschmetterlingen. Dein Garten profitiert von solchen unscheinbaren Nützlingen, wenn Du auf giftige Spritzmittel verzichtest und heimische Strukturen zulässt.
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Im Frühjahr schlüpfen die adulten Erzwespen aus überwinterten Wirtseiern. Die Weibchen suchen nach frischen Eiern geeigneter Schmetterlinge und legen ihre Eier hinein. Je nach Temperatur und Wirtsangebot entwickeln sich im Sommer weitere Generationen. Die letzte Generation parasitiert im Spätsommer oder Herbst Eier, in denen die Larven überwintern. Der genaue Zyklus hängt stark vom Vorkommen der Wirtsarten ab. In milden Jahren sind mehrere Generationen möglich, in kühleren Lagen oft weniger.
Diese Erzwespe ist für Menschen völlig harmlos. Sie sticht nicht, sondern nutzt ihren Legebohrer ausschließlich für Wirtseier. Du brauchst keine Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Im Gegenteil: Schütze und fördere sie, indem Du auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest und im Garten ungestörte Ecken mit Laub, Totholz und heimischen Gehölzen belässt. So bietest Du ihr und anderen Nützlingen Überwinterungsplätze. Wenn Du Raupen an Bäumen entdeckst, entferne sie nicht vorschnell – viele sind bereits parasitiert und dienen als Kinderstube für solche Helfer.
Die Ageniaspis atricollis gehört zur Familie Encyrtidae (Erzwespen) innerhalb der Hautflügler. Erzwespen sind meist sehr klein; die Körperlänge dieser Art liegt im Bereich weniger Millimeter. Der Körper ist dunkel gefärbt, oft mit metallischem Schimmer. Wie viele Erzwespen hat sie gekniete Fühler und transparente Flügel mit stark reduzierter Aderung. Die Art ist als Eiparasitoid bekannt: Das Weibchen sticht mit seinem Legebohrer in Wirtseier und legt ein eigenes Ei hinein. Die Larve entwickelt sich im Ei und verpuppt sich darin oder in der Nähe. Die Überwinterung erfolgt als Larve oder Puppe im Wirtsei. Es können mehrere Generationen pro Jahr auftreten, abhängig vom Wirtsangebot und der Witterung.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.