Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis canina
Auch bekannt als: Hunds-Straußgras, Sumpfstraussgras, Sumpf-Straußgras, Hundstraußgras
Artengruppe
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Hunds-Straußgras (Agrostis canina) durch seinen filigranen, fast schleierartigen Wuchs, der feuchte Stellen im Garten optisch aufwertet. Da es auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) steht, leistest du mit der Ansiedlung einen echten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Artenvielfalt. Besonders der Graubindige Mohrenfalter (Erebia aethiops) profitiert von diesem spezialisierten Gras als Lebensraum. Das Gras bleibt mit 0,26 m angenehm niedrig und bildet zarte Akzente. Wenn du einen feuchten, eher sauren Bereich im Garten hast, ist dieses Gras die perfekte Wahl für dich. Es zeigt dir sofort, ob der Standort für spezialisierte Feuchtwiesenbewohner geeignet ist.
Zarter Feuchtwiesen-Schatz: 0,26 Meter Naturschutz für seltene Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Hunds-Straußgras eine essenzielle Nahrungsgrundlage für den Graubindigen Mohrenfalter (Erebia aethiops). Durch seine Einstufung auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) ist die Förderung im Garten ein wertvoller Beitrag zum Naturschutz. Die Ausbreitung erfolgt hocheffizient über den Wind, da die Diasporen (Samen) mit nur 0,0578 mg extrem leicht sind und so auch weite Strecken zurücklegen können. Mit einer Blattfläche von 81,07 mm² bietet das dichte Geflecht Schutz und Struktur für kleine Bodenlebewesen. Als indigene (einheimische) Art ist es perfekt in die Nahrungsketten unserer Region integriert. Es fördert gezielt Spezialisten, die auf feuchte Magerstandorte angewiesen sind.
In Bezug auf die Gartensicherheit wird die Art in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Falls Kinder im Garten spielen, sollte die Pflanze eher in Randbereiche gesetzt werden. Bei Unsicherheiten oder Fragen zur Verträglichkeit erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240. Es sind jedoch keine spezifischen Giftstoffe für dieses Gras bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.264 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz für das Gras, es benötigt mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht am Tag.
Feuchte 8: Der Standort muss dauerhaft feucht bis nass sein; ideal ist eine Sumpfzone oder ein Platz direkt am Teichrand.
Nährstoffe 2: Setze die Pflanze in mageren Boden und verzichte komplett auf Dünger, da sie als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) sonst verdrängt wird.
Bodenreaktion 3: Achte auf ein saures Bodenmilieu; bei zu viel Kalk im Boden gedeiht das Gras nicht optimal.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst vor den ersten Bodenfrosten.
Wuchshöhe: Plane eine Wuchshöhe von genau 0,26 m ein; das Gras bleibt kompakt und bildet keine hohen Horste.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Spätwinter vor dem Neuaustrieb sinnvoll, um Platz für neue Halme zu schaffen.
Gute Partnerin: Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium) – es teilt die Vorliebe für saure, nasse und nährstoffarme Standorte perfekt.
Das Hunds-Straußgras (Agrostis canina) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Feuchtheiden und Moorränder, die durch Nährstoffarmut und Feuchtigkeit geprägt sind. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) besiedelt es Nischen, in denen andere Gräser kaum überleben. Morphologisch zeichnet es sich durch breitblättrige, nicht verholzende Halme aus, die eine konstante Wuchshöhe von 0,26 m erreichen. Es bevorzugt mäßig warme Temperaturen und reagiert empfindlich auf kalkreiche Böden.
2 Videos zu Hunds-Straußgras (Artengruppe)


•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →