Bild folgtKI-generierte IllustrationErebia aethiops Esper, 1777
50
Pflanzen
besucht
83
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtspflanzen
bekannt
Typisch für den Graubindigen Mohrenfalter sind seine samtig dunkelbraunen Flügeloberseiten mit den markanten, rotbraunen Längsbinden und den darin liegenden, weiß gekernten Augenflecken. Da er oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert) lebt, findest du diesen Tagfalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem in den Sommermonaten Juli und August. Er bildet lediglich eine Generation pro Jahr aus. Im Frühling kannst du den Falter noch nicht beobachten, da er zu dieser Zeit noch als Raupe an Gräsern wie dem Kalk-Blaugras frisst. Erst im Sommer sucht der Falter Nektarquellen wie das Echte Tausendgüldenkraut, die Lanzett-Kratzdistel oder den Arznei-Baldrian auf. Auch Brombeeren werden gerne als Energielieferanten angeflogen. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an Futterpflanzen wie dem Roten Straußgras oder der Rasen-Schmiele ab. Die Raupen schlüpfen noch im Spätsommer und beginnen direkt zu fressen. Den Winter überdauert das Tier als Raupe in einer Kältestarre (Zustand verlangsamten Stoffwechsels) verborgen in dichten Grasbülten. Du kannst die Art fördern, indem du heimische Gräser wie Schaf-Schwingel im Garten stehen lässt und auf einen herbstlichen Rückschnitt verzichtest. So bietest du den Larven einen sicheren Ort zum Überwintern.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Dieser Falter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da er empfindlich auf Lebensraumveränderungen reagiert, sollte man die Tiere lediglich beobachten und nicht einfangen. Ein naturnaher Garten mit heimischen Gräsern ist der beste Beitrag zu seinem Schutz.
Der Graubindige Mohrenfalter gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und ist innerhalb der Gattung Erebia ein charakteristischer Bewohner von Waldrändern und Magerrasen. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wobei er bevorzugt in kühleren, feuchten Lagen vorkommt. Er zeichnet sich durch seine dunkelbraune Grundfarbe und die namensgebenden, oft hellgrau aufgehellten Binden auf der Flügelunterseite aus. Ein wichtiges Merkmal für die Unterscheidung von verwandten Arten ist diese spezielle Zeichnung der Hinterflügel. Die Lebensweise ist eng an das Vorkommen heimischer Futtergräser gebunden.
Nahrung
oligophagous
10 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
40 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →