Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis stolonifera
Auch bekannt als: Kriechendes Straussgras, Flecht-Straußgras, Weißes Straußgras
Artengruppe
20
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Riesen-Straußgras (*Agrostis stolonifera*) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren oberirdischen Kriechtrieben bildet sie dichte, sattgrüne Teppiche, die im Sommer von rötlich-violetten, feinen Blütenrispen gekrönt werden. Für deinen Naturgarten ist dieses Gras ein echter Gewinn, da es als lebenswichtige Kinderstube für Schmetterlinge dient. Insbesondere die Raupen des Braunen Waldvogels (*Aphantopus hyperantus*) und des Laubfalters (*Pararge aegeria*) sind auf dieses Grün angewiesen. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologische Lücken schließt und gleichzeitig den Boden schützt, liegst du hier genau richtig. Mit dieser Wahl tust du aktiv etwas für den Artenschutz direkt vor deiner Haustür.
Lebensnotwendige Kinderstube für den Braunen Waldvogel und den Laubfalter.
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Dieses Gras ist weit mehr als nur grüner Hintergrund; es ist eine zentrale Futterquelle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem die Raupen des Braunen Waldvogels (*Aphantopus hyperantus*) und des Laubfalters (*Pararge aegeria*) von den Blättern als Nahrung. Die feinen Samenstände, die im Spätsommer reifen, dienen im Winter als wichtige Energiequelle für heimische Vögel. Da es dichte Matten bildet, schafft es zudem ein kühles Mikroklima am Boden, das nützliche Laufkäfer und andere Bodenlebewesen schützt. So fördert das Gras die gesamte Nahrungskette in deinem Garten.
Nach den vorliegenden Daten wird das Riesen-Straußgras als nicht kindersicher eingestuft, was an den scharfkantigen Blättern liegen kann, die kleine Schnitte verursachen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber aufgrund der Allergiegefahr durch Gräserpollen bei empfindlichen Personen mit Bedacht platziert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Setze das Gras an einen sonnigen Platz, damit es sich kräftig entwickeln kann.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt es mit normaler Gartenerde bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass die Erde nicht vollständig austrocknet, da die Pflanze Feuchtigkeit liebt.
Eine Düngung ist in der Regel nicht nötig, da das Gras sehr anpassungsfähig ist.
Vermehren kannst du es ganz einfach, indem du die bewurzelten Ausläufer abtrennst und neu einpflanzt.
Ein Rückschnitt der alten Halme sollte erst im späten Winter erfolgen.
Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (*Silene flos-cuculi*) - beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und bilden zusammen ein ökologisch wertvolles Gespann für Wiesenbewohner.
Das Riesen-Straußgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine in Mitteleuropa weit verbreitete, einheimische Art. Man findet es natürlicherweise auf frischen Wiesen, an Ufern oder auf Weiden, wo es feuchte Standorte bevorzugt. Ein besonderes Merkmal sind die Stolonen (oberirdische Ausläufer), durch die sich die Pflanze teppichartig ausbreitet und so den Boden festigt. Es ist als Indigen (schon immer hier heimisch) eingestuft und gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz als nicht gefährdet.
2 Videos zu Riesen-Straußgras (Artengruppe)


4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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