Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis stolonifera agg.
Artengruppe
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Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An den kriechenden Ausläufern, die dichte und robuste Rasenteppiche bilden, lässt sich das Riesen-Straußgras (Agrostis stolonifera agg.) sofort erkennen. Es ist ein unermüdlicher Lebensraumgestalter in unseren Gärten, besonders dort, wo der Boden etwas feuchter bleibt. In deinem Naturgarten erfüllt es eine wichtige Funktion als Kinderstube: Das Schachbrett (Melanargia galathea), ein wunderschöner Tagfalter, nutzt Gräser dieser Gruppe gezielt für seine Fortpflanzung. Auch der Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) patrouilliert hier oft auf der Suche nach Beute. Wenn du eine Ecke hast, in der du der Natur einfach mal ihren Lauf lassen willst, ist dieses Gras die perfekte Basis für ein lebendiges Ökosystem direkt vor deiner Terrassentür.
Grünes Fundament auf 0,37 m: Die Heimat für das Schachbrett in deinem Garten.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras ein wichtiger Baustein für die heimische Fauna. Der Falter Schachbrett (Melanargia galathea) nutzt die Bestände zur Eiablage, während der Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) auf den Halmen nach Nahrung sucht. Auch für größere Tiere ist die Art relevant: Wasservögel wie der Höckerschwan (Cygnus olor) und der Pfeifschwan (Cygnus columbianus) nutzen die Bestände als Futterquelle. Die winzigen Samen (0,0403 mg) dienen im Winter als Nahrung für kleine Singvögel. Sogar das Nutria (Myocastor coypus) nutzt die saftigen Triebe in Wassernähe. Durch die Ausläuferbildung entstehen dichte Strukturen, die vielen wirbellosen Tieren am Boden Schutz und Feuchtigkeit bieten.
Das Riesen-Straußgras wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt primär an den scharfen Kanten der Grashalme, an denen man sich beim schnellen Durchziehen der Hände schneiden kann, sowie am allergenen Potenzial der Gräserpollen während der Blütezeit. Die Pflanze selbst ist nicht giftig, sollte aber dennoch nicht als Spielrasen für Kleinkinder verwendet werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.365 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit das Gras seine charakteristischen Ausläufer kräftig entwickeln kann.
Achte darauf, dass der Boden frisch (mäßig feucht) bleibt; trockene Standorte verträgt die Art nur schlecht.
Der Boden sollte ein Mittelzehrer-Niveau (normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt) aufweisen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Halte die Wuchshöhe von 0,37 m im Hinterkopf, wenn du es in eine Pflanzung integrierst – es eignet sich gut für den vorderen oder mittleren Bereich.
Eine Vermehrung erfolgt meist von selbst durch die extrem leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die nur 0,0403 mg wiegen und vom Wind verteilt werden.
Ein Rückschnitt im Spätwinter ist ausreichend, um Platz für den Neuaustrieb im März zu schaffen.
Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) – beide Arten lieben frische Böden und bilden zusammen ein ökologisch wertvolles Gespinst aus Farbe und Struktur.
Das Riesen-Straußgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine indigene (einheimische) Artengruppe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es besiedelt bevorzugt Flutrasen (periodisch überschwemmte Wiesen) und feuchte Ufersäume, was seine Anpassungsfähigkeit an wechselnde Wasserstände zeigt. Mit einer präzisen Wuchshöhe von 0,37 m bleibt es eher kompakt. Eine botanische Besonderheit sind die Stolone (oberirdische Kriechtriebe), mit denen die Pflanze auch lückige Stellen im Boden schnell schließt. Die Blätter sind für ein Gras vergleichsweise breitblättrig und bieten mit einer Fläche von 234,16 mm² eine gute Basis für die Photosynthese.
2 Videos zu Riesen-Straußgras (Artengruppe)


2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →