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Aira caryophyllea subsp. caryophyllea
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Wer die Nelken-Haferschmiele einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrem zierlichen Wuchs und einer Höhe von genau 0.14 m ist sie eine winzige, aber charaktervolle Bewohnerin karger Gartenbereiche. Dieses Gras ist eine wichtige Pionierpflanze für Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und zeigt dir an, wo dein Boden besonders nährstoffarm und sauer ist. Da sie in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz seltener Magerstandorte. Wenn du einen sandigen, sonnigen Platz im Garten hast, den sonst kaum eine Pflanze mag, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Zierliche Überlebenskünstlerin: Einheimischer Schutz für magere, saure Böden.
Als Spezialistin für Extremstandorte schließt dieses Gras wichtige Lücken in der Vegetationsdecke von Magerbiotopen. Durch ihre extrem leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) von nur 0.1224 mg nutzt sie den Wind zur Fernausbreitung und besiedelt so neue Lebensräume. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensgemeinschaft auf sauren Trockenrasen, die heute immer seltener werden. Ihre Anwesenheit im Garten fördert ein spezialisiertes Bodenleben, insbesondere durch die arbuskuläre Mykorrhiza. Damit unterstützt du ein komplexes Ökosystem, das auf nährstoffarme Bedingungen angewiesen ist.
Die Nelken-Haferschmiele wird als nicht kindersicher eingestuft. Obwohl sie keine Giftstoffe enthält, können die feinen Pflanzenteile bei Kontakt mechanische Reizungen hervorrufen. Im naturnahen Garten sollte sie daher eher in Bereichen stehen, die nicht als direkte Spielfläche für Kleinkinder dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,144 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Nelken-Haferschmiele (Aira caryophyllea subsp. caryophyllea) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch). Sie besiedelt als Spezialistin trockene, kalkfreie Sandböden und Silikatfelsen. Morphologisch fällt sie durch ihre nicht verholzten, breitblättrigen Halme auf, die trotz ihrer Zierlichkeit sehr robust gegenüber Hitze sind. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit Pilzen, die sogenannte AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza), die ihr hilft, in extrem nährstoffarmen Umgebungen zu überleben.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.