Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla flabellata
Auch bekannt als: Alchemilla flabellata
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Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An ihren fächerförmig gefalteten, bläulich-grünen Blättern lässt sich der Fächerblatt-Frauenmantel sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt diese indigen (einheimisch) vorkommende Art eine wichtige Rolle als Lebensgrundlage für hochspezialisierte Insekten. Besonders für den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) ist die Pflanze unverzichtbar, da seine Raupen auf sie angewiesen sind. Du machst alles richtig, wenn du mit dieser Art eine ökologische Nische besetzt, die vor allem in Gebirgslagen und auf Kalkböden den Unterschied für die Artenvielfalt macht. Es ist ein beruhigendes Gefühl, so gezielt bedrohte Falter wie den Malven-Dickkopffalter (Spialia orbifer) zu unterstützen. Mit der Wahl dieser Pflanze beweist du ein echtes Händchen für die feinen Zusammenhänge in der Natur.
Überlebenswichtig für seltene Dickkopffalter: Ein alpiner Schatz für deinen Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem seltene Schmetterlingsarten von dieser Pflanze. Der Fächerblatt-Frauenmantel dient als entscheidende Nahrungspflanze für die Raupen des Roten Würfel-Dickkopffalters (Spialia sertorius) und des Malven-Dickkopffalters (Spialia orbifer). Auch für den Arktischen Perlmuttfalter (Boloria freija) und den Gelbringfalter (Muschampia tessellum) stellt die Art eine wichtige Ressource in ihrem Lebenszyklus dar. Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose mit Pilzen) eingeht, trägt sie aktiv zur Gesundheit des Bodenökosystems bei. In den Wintermonaten bieten die verbleibenden Blattrosetten wertvolle Deckung für bodennah überwinternde Kleinstlebewesen.
Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung von Frauenmantel-Arten wird diese spezielle Art als nicht kindersicher eingestuft. Achte bitte darauf, dass Kinder keine Teile der Pflanze verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen heimischen Wildpflanzen besteht jedoch aufgrund der einzigartigen Blattform nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Der Fächerblatt-Frauenmantel ist ein Basenzeiger (bevorzugt kalkhaltige Böden) und fühlt sich an hellen Standorten am wohlsten. Als Frischezeiger (bevorzugt gleichmäßig feuchten Boden) sollte er nicht in extrem trockene Bereiche gepflanzt werden.
Standort: Sonnig bis halbschattig, ideal auf Standorten, die der Kühle der Berge ähneln.
Boden: Er ist ein Magerkeitszeiger (braucht wenig Dünger) und bevorzugt durchlässige, kalkreiche Untergründe.
Pflanzzeit: März bis Mai oder September bis Ende November, sofern kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt der abgeblühten Stängel im Juli fördert die Vitalität der Pflanze.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr ist unkompliziert möglich.
Kombinationsempfehlung: Als ideale Partnerin eignet sich die Arnika (Arnica montana). Beide Arten kommen in natürlichen Bergwiesen gemeinsam vor und teilen das Bedürfnis nach einem stabilen Wasserhaushalt ohne Staunässe.
Der Fächerblatt-Frauenmantel (Alchemilla flabellata) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosartigen (Rosales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt montane Lebensräume wie alpine Rasen oder Weiden. Ein besonderes Merkmal ist die Symbiose mit Bodenpilzen, die als arbuskuläre Mykorrhiza (AM) bezeichnet wird und der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet dichte Horste (büschelartige Wuchsform), aus denen im Frühsommer die zierlichen, gelbgrünen Blütenstände ragen.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →