Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla pyrenaica
Auch bekannt als: Alchemilla pyrenaica
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Pyrenäen-Frauenmantel (Alchemilla pyrenaica) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die fächerförmigen, weich behaarten Blätter fangen morgendliche Tautropfen wie glitzernde Perlen ein. Als einheimische Staude ist er ein unverzichtbarer Baustein für einen naturnahen Garten, da er spezialisierten Schmetterlingen wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Durch seine Robustheit und die Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen ist er die ideale Wahl für Gartenbesitzer, die Wert auf ökologische Stabilität legen. Mit dieser Pflanze förderst du aktiv die Artenvielfalt in deiner direkten Nachbarschaft. Du machst hier alles richtig, wenn du einen pflegeleichten und charakterstarken Bodendecker suchst.
Einheimischer Gebirgskünstler und Lebensretter für seltene Dickkopffalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Pyrenäen-Frauenmantel eine wertvolle Nektarquelle für zahlreiche Schmetterlingsarten. Besonders Würfel-Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Südliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) und der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) fliegen die unaufdringlichen Blüten an. Auch Perlmuttfalter wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Hochnordische Perlmuttfalter (Boloria freija) profitieren von dem Angebot. Durch die Mykorrhizierung (Zusammenarbeit mit Wurzelpilzen) fördert die Pflanze zudem ein gesundes Bodenleben und verbessert die Bodenstruktur nachhaltig.
Der Pyrenäen-Frauenmantel wird laut den vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist, sollte darauf geachtet werden, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der sehr markanten Blattform praktisch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
In deinem Garten bevorzugt dieser Frauenmantel einen sonnigen bis halbschattigen Platz auf gut durchlässigem Boden.
Standort: Er schätzt Standorte, die den Bedingungen von alpinen Rasen ähneln – hell und nicht zu nährstoffreich.
Boden: Die Erde sollte eher mager sein; bei schwerem Boden hilft eine Beimischung von Sand oder feinem Kies gegen Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt verblühter Stängel kann einen frischen Blattaustrieb anregen, ist aber aus ökologischer Sicht nicht zwingend notwendig.
Wurzeln: Die Pflanze lebt in Symbiose mit AM-Mykorrhiza (spezielle Wurzelpilze), die ihr helfen, Wasser und Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
Vermehrung: Eine Teilung des Stocks im zeitigen Frühjahr ist die einfachste Methode, um die Pflanze im Garten zu verteilen.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina). Beide Arten sind an karge Standorte angepasst, kommen in der Natur gemeinsam vor und bilden zusammen ein harmonisches, bodendeckendes Polster.
Der Pyrenäen-Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Er ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigene (einheimische) Art verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst alpine Rasen (hochgelegene, natürliche Wiesen) und Felsfluren, was ihn besonders widerstandsfähig macht. Er wächst als niedrige, horstbildende Staude mit den für die Gattung typischen, gelb-grünen Blütenständen, die in lockeren Knäueln über dem Laub stehen.
1 Video zu Pyrenäen-Frauenmantel

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →