Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla sarmatica
Auch bekannt als: Sarmatischer Frauenmantel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die weich behaarten, fächerartigen Blätter, auf denen sich Tau- und Regentropfen wie silbrige Perlen sammeln. Dieser Sarmatische Frauenmantel ist eine wunderbare Bereicherung für deinen Naturgarten, da er gezielt spezialisierte Schmetterlinge unterstützt. Insbesondere für Dickkopffalter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder den Heilziest-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) stellt er eine wichtige Lebensgrundlage dar. Er ist eine robuste, bodenständige Art, die Ruhe in deine Beete bringt, ohne sich aufzudrängen. Wenn du einen sonnigen Platz mit frischer Erde hast, wird er dir über Jahre hinweg Freude bereiten.
Wichtige Futterpflanze für seltene Dickkopffalter von Mai bis Juli.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Sarmatische Frauenmantel eine unverzichtbare Pflanze für eine Vielzahl von Tagfaltern. Besonders die Gruppe der Würfel-Dickkopffalter profitiert stark, darunter Arten wie der Rosendickkopffalter (Spialia rosae) und der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum). Auch für den Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) bietet die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle. In kühleren Regionen dient sie zudem Faltern wie dem Arktischen Perlmuttfalter (Boloria polaris) als Nahrungsquelle. Da die Pflanze dichte Horste bildet, finden auch Laufkäfer und andere Bodeninsekten unter den Blättern einen geschützten, kühlen Rückzugsort während der Sommermonate.
Der Sarmatische Frauenmantel wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten wende dich bitte an den Giftnotruf 0228 19 240. Für Haustiere gilt ebenfalls eine allgemeine Vorsicht.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, der mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne täglich erhält.
Ellenberg Feuchte 6: Sorge für einen frischen Boden; das bedeutet, die Erde sollte sich stets leicht feucht anfühlen, ohne dass Staunässe entsteht.
Pflanze ihn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen und bearbeitbar ist.
Halte beim Einsetzen einen Pflanzabstand von etwa 30 Zentimetern ein, damit sich die Blattrosetten gut ausbreiten können.
Der Boden sollte humos und nährstoffreich sein; eine Abmagerung (Einmischen von Sand zur Nährstoffreduktion) ist hier nicht ratsam.
Ein Rückschnitt der Blütenstängel nach der ersten Blüte im Juli fördert ein schönes Blattbild für den Spätsommer.
Die Vermehrung gelingt dir am einfachsten durch das Teilen des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) — sie besiedelt ähnliche frische Standorte und ergänzt die gelb-grünen Töne mit ihrem Violettblau.
Alchemilla sarmatica gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine in Deutschland indigene (einheimische) Art. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem mäßig warme Standorte auf frischen, also gleichmäßig feuchten Böden. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch die typischen, gelb-grünen Blütenknäuel aus, denen die Kronblätter fehlen. Eine Besonderheit ist die Fähigkeit zur Guttation: Über spezielle Wasserspalten (Hydathoden) an den Blatträndern scheidet die Pflanze aktiv Wassertropfen aus, was ihr das charakteristische Aussehen verleiht.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →