Bild folgtKI-generierte IllustrationAlchemilla subglobosa
Auch bekannt als: Alchemilla subglobosa
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An den markanten, fast kreisrunden Blättern mit ihren gesägten Rändern und den namensgebenden, kugeligen Fruchtbechern lässt sich der Kugelfrucht-Frauenmantel sofort erkennen. Diese heimische Wildpflanze ist weit mehr als nur ein hübscher Bodendecker: Sie ist eine spezialisierte Lebensgrundlage für seltene Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius). Da die Art auf der Roten Liste steht und als gefährdet gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologischen Wert mit Beständigkeit vereint, ist dieser Frauenmantel eine hervorragende Wahl für dein Gartenprojekt. Du wirst schnell merken, wie die Pflanze mit ihren feinen Härchen morgendliche Tautropfen wie Diamanten auf den Blättern hält.
Überlebenshilfe für seltene Dickkopffalter und bedrohte Wildschönheit.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Nahrungsquelle für eine Vielzahl spezialisierter Falter. Besonders profitieren Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer). Auch für Perlmuttfalter, darunter der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) und der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga), ist die Pflanze von Bedeutung. Während die Blütezeit von Mai bis Juli Insekten anlockt, dient die gesamte Pflanze als wichtige Raupennahrung für diese bedrohten Arten. Im Winter bieten die vertrockneten Strukturen Schutz für Kleinstlebewesen, weshalb ein Rückschnitt erst im Frühjahr ökologisch sinnvoll ist.
Bitte beachte, dass der Kugelfrucht-Frauenmantel laut Datenbank-Einstufung nicht als kindersicher gilt. Obwohl Frauenmantel-Arten oft in der Naturheilkunde verwendet werden, solltest du im Familiengarten Vorsicht walten lassen. Es besteht Verwechslungsgefahr mit anderen heimischen Alchemilla-Arten, die jedoch allesamt ähnliche Inhaltsstoffe besitzen und nicht hochgiftig sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle einen Standort in der Sonne oder im lichten Halbschatten.
Der Boden sollte nährstoffreich und mäßig feucht sein, vergleichbar mit einer guten Wiesenunterlage.
Pflanzzeit ist idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Halte die Erde nach dem Pflanzen gleichmäßig feucht, bis der Frauenmantel fest angewurzelt ist.
Ein Rückschnitt der verblühten Stängel im Juli fördert oft ein gesundes Blattwachstum für den Spätsommer.
Die Vermehrung ist unkompliziert durch das Teilen des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Achte auf eine gute Drainage, damit im Winter keine Staunässe entsteht.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten teilen sich oft den Lebensraum in Mitteleuropa und ergänzen sich in ihrer Wuchsform.
Durch die Kombination mit der Schafgarbe schaffst du eine stabile Pflanzengemeinschaft, die wenig Pflege benötigt.
Der Kugelfrucht-Frauenmantel (Alchemilla subglobosa) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch). Er besiedelt bevorzugt mäßig feuchte Wiesen und Waldränder und ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) fest in unserer Landschaft verwurzelt. Eine morphologische Besonderheit ist die kugelige Form der Früchte, die ihn von anderen Gattungsvertretern unterscheidet. Zudem geht er eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, eine enge Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen, die ihn widerstandsfähiger gegen Stress macht.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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