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Familie: Alcyonidiidae
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Wenn du dich bei einem Küstenspaziergang am Spülsaum umsiehst, begegnen dir manchmal merkwürdige, fast schwammartige Gebilde auf Muschelschalen oder Steinen. Hierbei handelt es sich oft um Alcyonidium albidum, eine Tierart aus dem Stamm der Moostierchen (Bryozoen). Diese winzigen Tiere leben nicht allein, sondern bilden Kolonien, die wie ein feiner, weißlich-gelblicher Überzug wirken. Jedes einzelne Tier in dieser Gemeinschaft ist kaum stecknadelkopfgroß. Sie ernähren sich, indem sie das umgebende Meerwasser durch ihre feinen Tentakelkronen filtern und kleinste Nahrungspartikel aufnehmen. Im Garten wirst du dieses Tier nicht finden, da es ausschließlich marin lebt und auf die Umgebung des Meeresbodens angewiesen ist.
Der Lebenszyklus dieser Moostierchen ist eng an die Wassertemperatur und das Nährstoffangebot im Meer gekoppelt. Während der wärmeren Monate findet das aktive Wachstum und die koloniale Ausbreitung statt. Die Ausbreitung der Art erfolgt meist über frei schwimmende Larven, die sich nach einer kurzen Phase im Plankton einen festen Untergrund suchen, um dort eine neue Kolonie zu gründen. Über den Winter reduzieren die Tiere ihre Stoffwechselaktivität, um bei wieder steigenden Temperaturen im Frühjahr erneut zu wachsen.
Da Alcyonidium albidum ausschließlich im marinen Bereich vorkommt, gibt es keinerlei Überschneidungen mit gärtnerischen Aktivitäten. Das Tier ist kein Schädling und spielt in seinem natürlichen Lebensraum eine wichtige Rolle als Filterer im Ökosystem des Meeresbodens. Es erfordert keinerlei Schutzmaßnahmen, da es abseits menschlicher Siedlungen lebt.
Alcyonidium albidum gehört zur Familie der Alcyonidiidae innerhalb der Klasse Gymnolaemata. Der Körperbau ist durch ein sogenanntes Zoecium, ein schützendes Gehäuse aus chitinähnlichem Material, gekennzeichnet. Die Koloniebildung erfolgt durch ungeschlechtliche Vermehrung, bei der sich die Einzeltiere – die Zooide – immer wieder teilen und so den charakteristischen Überzug auf festem Substrat bilden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.