
Alisma plantago-aquatica
Auch bekannt als: Gemeiner Froschlöffel, Gewöhnlicher Froschlöffel
Artengruppe
16
Arten
interagieren
20
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Gewöhnliche Froschlöffel durch seine löffelartigen, langgestielten Blätter und den riesigen, pyramidenförmigen Blütenstand auf. Er ist ein unverzichtbarer Bewohner für die Flachwasserzone deines Gartenteichs oder für dauerhaft nasse Senken. Mit seinen zarten, weiß-rosa Blüten bietet er im Hochsommer eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten wie die Rotbeinige Körbchensandbiene (Andrena dorsata). Wenn du einen Teich hast, ist diese Art fast ein Muss für das ökologische Gleichgewicht am Wasser. Hol dir diesen heimischen Alleskönner in den Garten und beobachte das geschäftige Treiben an den feinen Blüten.
Die filigrane Sumpfschönheit: Wichtige Sommer-Tankstelle für Sandbienen.
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Der Froschlöffel ist eine wertvolle Tankstelle für viele Bestäuber im Hochsommer. Besonders Wildbienen wie die Rotschopfige Sandbiene (Andrena haemorrhoa) und die Rotbeinige Körbchensandbiene (Andrena dorsata) fliegen die kleinen Blüten gerne an. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und die Honigbiene (Apis mellifera) nutzen das Angebot zur Stärkung. Da die Pflanze viele winzige, nur 0,28 Milligramm leichte Samen bildet, sorgt sie durch Wind- oder Fernausbreitung für Nachwuchs an anderen Teichufern. In deinem Garten unterstützt sie somit aktiv die Vielfalt der heimischen Insektenwelt direkt an der Wasserlinie.
Bitte beachte, dass der Gewöhnliche Froschlöffel als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollten Kinder oder Haustiere die Pflanzenteile nicht verzehren, da dies zu Reizungen führen kann. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.535 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz am Teichrand oder in einer Sumpfzone (Lichtwert 7).
Boden: Die Pflanze liebt einen Starkzehrer-Boden (nährstoffreicher/fetter Boden), achte also auf ausreichend Humus oder Schlamm.
Wasserstand: Ideal ist eine Wassertiefe von 0 bis 30 Zentimetern; der Boden muss dauerhaft nass sein (Feuchtezeiger 10).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Abstand: Plane etwa 40 bis 50 Zentimeter Platz ein, da die krautigen Blattrosetten recht breit werden.
Pflege: Schneide die verblühten Stände erst im Spätwinter zurück, um die Selbstaussaat durch die leichten Samen zu ermöglichen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über ihre 0,28 mg leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) auch von selbst über Wind und Wasser.
Gute Partnerin: Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – sie hat ähnliche Ansprüche an die Wassertiefe und ergänzt das Bild am Teichrand ökologisch wertvoll.
Der Gewöhnliche Froschlöffel gehört zur Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae) und ist in ganz Mitteleuropa an Ufern und in Gräben heimisch. Als Sumpfpflanze besiedelt er natürlicherweise nasse Standorte und Flachwasserzonen bis etwa 30 Zentimeter Wassertiefe. Charakteristisch sind die breitblättrigen, löffelförmigen Blätter, die der Pflanze ihren Namen gaben. Die zarten Blüten stehen in einem stark verzweigten Blütenstand, der weit über das Laub hinausragt. Da er als Archäophyt gilt – also eine Art, die schon vor langer Zeit durch menschlichen Einfluss zu uns kam –, ist er fest in unserem Ökosystem verankert.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_448351454
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