
Althaea officinalis
Auch bekannt als: Gebräuchlicher Eibisch, Samtapfel
18
Arten
interagieren
28
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Echten Eibisch (Althaea officinalis) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze fällt durch ihre großen, samtig behaarten Blätter und die zartrosafarbenen Blüten auf, die an den hohen Stielen sitzen. Als heimischer Archäophyt (eine Art, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ist er heute in weiten Teilen Mitteleuropas selten geworden. Im Naturgarten ist er eine wichtige Stütze für Spezialisten wie den Malven-Blattspanner (Larentia clavaria). Mit seinem aufrechten Wuchs bringt er Struktur in sonnige Beete. Setze auch du ein Zeichen für den Artenschutz und gib dieser traditionsreichen Staude einen Platz in deinem Garten.
Rettungsinsel für die Waldhummel: Der gefährdete Eibisch blüht im August.
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Für die Insektenwelt ist der Echte Eibisch eine wertvolle Bereicherung, besonders während seiner Blütezeit im August. Er dient als einzige Raupenfutterpflanze für den Malven-Blattspanner (Larentia clavaria). Zu den regelmäßigen Blütenbesuchern zählen die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) sowie die Schafgarben-Silbereule (Macdunnoughia confusa). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und Punktkäfer nutzen das Angebot intensiv. Da die Art als gefährdet eingestuft wird, leistet jeder Gartenbesitzer durch die Ansiedlung einen aktiven Beitrag zur regionalen Artenvielfalt.
Nach aktuellen Daten wird der Echte Eibisch als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn er in der Naturheilkunde verwendet wird, sollten Kinder im Garten vor dem unkontrollierten Verzehr geschützt werden. Es besteht jedoch keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Wildpflanzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.81 m
Der Echte Eibisch bevorzugt sonnige Standorte mit nährstoffreichen und tiefgründigen Böden.
Die Erde sollte idealerweise gleichmäßig feucht sein, da die Pflanze natürlicherweise in Wassernähe vorkommt.
Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen.
Achte beim Einsetzen auf einen ausreichenden Pflanzabstand, da die Staude mit den Jahren sehr kräftig wird.
Eine Düngung mit organischem Kompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum der hohen Stängel.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Triebe sollte erst im späten Winter erfolgen.
So bleibt der hohle Stängel als Überwinterungsort für Insekten erhalten.
Die Vermehrung ist durch Aussaat oder Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) - beide teilen ähnliche Lichtbedürfnisse und kommen in natürlichen Pflanzengesellschaften gemeinsam vor.
Der Echte Eibisch (Althaea officinalis) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) in der Ordnung der Malvenartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wird jedoch auf der Roten Liste in der Kategorie 3 (gefährdet) geführt. Typisch für diese bis zu zwei Meter hohe Staude sind die weich-filzigen Blätter und die charakteristischen Malvenblüten mit verwachsenen Staubblättern. Sein natürlicher Lebensraum umfasst sonnige, oft feuchte Standorte mit nährstoffreichen Böden.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_876737524
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