Bild folgtKI-generierte IllustrationAndricus glutinosus (Giraud, 1859)
Giraud, 1859
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Das auffälligste Merkmal dieser kleinen Gallwespe sind die klebrigen Wucherungen an den Zweigen, die als Gallen (durch Insektenlarven induzierte Pflanzengewebe-Wucherungen) bezeichnet werden. Die Larven entwickeln sich geschützt im Inneren dieser Strukturen und ernähren sich ausschließlich von dem nährstoffreichen Gewebe, das die Pflanze als Reaktion auf die Eiablage bildet. In Deinem Garten tritt dieses Tier vor allem dort auf, wo die Flaumeichen-Traubeneichen-Hybride (Quercus petraea × pubescens) wächst. Als ausgewachsene Insekten nehmen diese Wespen kaum Nahrung auf und konzentrieren sich ganz auf die Fortpflanzung. Ihre ökologische Rolle ist bedeutend, da die Gallen wiederum Lebensraum für viele andere Kleinstlebewesen und Parasitoide (Insekten, die in anderen Insekten leben und diese töten) bieten. Du musst Dir keine Sorgen um die Gesundheit Deiner Bäume machen, da der Befall die Vitalität der Gehölze nicht nennenswert beeinträchtigt. Es reicht aus, herabgefallenes Laub und Gallen am Boden zu belassen, um den natürlichen Kreislauf zu unterstützen. Ein naturnaher Garten mit heimischen Gehölzen ist die beste Voraussetzung für das Vorkommen dieser spezialisierten Art.
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Dieses Insekt ist für den Menschen völlig harmlos und besitzt keinen Stechapparat zur Verteidigung. Ein besonderer Schutzstatus liegt nicht vor, doch trägt die Art zur biologischen Vielfalt im Garten bei und sollte nicht bekämpft werden.
Die Gallwespe (Andricus glutinosus) gehört zur Familie der Cynipidae und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Ihre Lebensweise ist durch eine enge Bindung an bestimmte Hybridformen der Eiche (Quercus petraea × pubescens) gekennzeichnet. Taxonomisch ist sie innerhalb der Gattung Andricus eingeordnet, die für ihre komplexen Gallenbildungen bekannt ist.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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