Bild folgtKI-generierte IllustrationAnemone sylvestris
Auch bekannt als: Waldsteppen-Windröschen, Wald-Windröschen, Grosses Windröschen
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Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Große Windröschen sofort an seinen großen, reinweißen Schalenblüten mit den leuchtend gelben Staubgefäßen und der seidig behaarten Blattunterseite. Diese Wildstaude ist ein echtes Juwel für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste steht und in der freien Natur immer seltener wird. Von ihrem Pollenangebot profitiert unter anderem die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor). Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Art aktiv zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt beitragen. Sie ist die perfekte Wahl, wenn du eine robuste und zugleich elegante Pflanze suchst, die mit wenig Pflege auskommt.
Seltene weiße Pracht: Schütze die gefährdete Naturschönheit in deinem Garten.
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In deinem Garten bietet das Große Windröschen vor allem spezialisierten Wildbienen eine wichtige Grundlage. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist es eine nachgewiesene Pollenquelle für die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor). Da die Pflanze bereits im Mai blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Frühjahrs. Aufgrund ihres Gefährdungsstatus (Rote Liste 3) ist jedes Exemplar im Siedlungsraum ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt dieser Art. Zudem geht die Pflanze eine Symbiose mit Bodenpilzen ein, die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), welche die Nährstoffaufnahme verbessert und die Widerstandskraft der Staude gegen Trockenstress stärkt.
Bitte beachte, dass das Große Windröschen nicht kindersicher ist, da es wie alle Hahnenfußgewächse in allen Teilen giftige Inhaltsstoffe enthält. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen, weshalb du beim Pflanzen oder Teilen der Staude vorsichtshalber Handschuhe tragen solltest. Eine Verwechslung mit dem deutlich kleineren Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ist aufgrund des unterschiedlichen Standorts und der Wuchshöhe kaum möglich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Das Große Windröschen benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit kalkhaltigem, eher trockenem Boden. In Anlehnung an seine natürlichen Standorte auf Halbtrockenrasen verträgt es Trockenheit sehr gut und braucht in der Regel keine zusätzliche Bewässerung.
Pflanzzeit: Du kannst die Staude entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November setzen.
Boden: Achte auf eine gute Durchlässigkeit; schwere Lehmböden solltest du mit etwas Sand auflockern.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die watteartigen Samenstände im Sommer sind ein schöner Blickfang und sollten stehen bleiben.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über kurze Ausläufer langsam aus, ohne dabei lästig zu werden.
Kombination: Als ideale Partnerin eignet sich die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum). Beide Arten teilen sich die Vorliebe für magere, kalkreiche Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend in einem naturnahen Steingarten oder Saumbeet.
Das Große Windröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Waldränder. Du erkennst die Staude an ihrem aufrechten Wuchs und den charakteristischen, filzig behaarten Stängeln, die bis zu 40 Zentimeter hoch werden können. Da die Pflanze als gefährdet (Rote Liste 3) eingestuft ist, kommt ihrer Ansiedlung in naturnahen Gärten eine besondere Bedeutung für den regionalen Artenschutz zu.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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