
Osmia bicolor (Schrank, 1781)
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Auffällig ist der starke Kontrast zwischen dem tiefschwarzen Vorderkörper und dem intensiv rostrot behaarten Hinterleib dieser etwa 9 bis 12 Millimeter großen Wildbiene. Du erkennst sie zudem an ihrem einzigartigen Flugverhalten dicht über dem Boden, wo sie gezielt nach leeren Schneckenhäusern für ihren Nestbau sucht. Die Art bringt nur eine Generation pro Jahr hervor. Im Frühjahr besucht sie zur Eigenversorgung die Echte Mehlbeere (Sorbus aria) und das Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina). Im Sommer sammelt sie gezielt Pollen an der Schwarzen Flockenblume (Centaurea nigra) und dem Rot-Klee (Trifolium pratense), um ihre Brut zu versorgen. Die Larve ernährt sich im Inneren eines Schneckenhauses von einem Gemisch aus Nektar und Pollen. Dort überwintert das Tier auch als bereits fertig entwickeltes Insekt in einer Kältestarre (einem Zustand stark verlangsamten Stoffwechsels). Du kannst die Biene aktiv fördern, indem du leere Gehäuse von Schnirkelschnecken oder Weinbergschnecken in sonnigen Gartenbereichen liegen lässt. Achte darauf, im Juni den Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare) und den Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis) als wichtige Futterquellen in deinem Garten zu erhalten.
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Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Biene ist äußerst friedfertig und nutzt ihren schwachen Stachel nur bei direkter Lebensgefahr. Da sie wie alle Wildbienen unter allgemeinem Artenschutz steht, solltest du besiedelte Schneckenhäuser niemals entfernen oder umlagern.
Die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) gehört zur Familie der Megachilidae (Bauchsammlerbienen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und lebt streng solitär (einzeln lebend ohne Staatenbildung). Von ähnlichen Arten unterscheidet sie sich durch ihre strikte Bindung an leere Schneckenhäuser als Nistplatz und die charakteristische zweifarbige Behaarung. Die Weibchen sammeln den Pollen mit einer speziellen Bürste an der Bauchunterseite, was sie als typische Bauchsammler auszeichnet.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Alain GUERRIER / Adobe Stock
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