Bild folgtKI-generierte IllustrationAnoplius viaticus
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Du erkennst die Frühlings-Wegwespe an ihrem nervösen Flügelzucken und dem auffälligen rot-schwarzen Hinterleib, der auf den vorderen drei Segmenten breite, rote Binden mit schwarzen Zacken zeigt. Mit einer Größe von 8 bis 14 Millimetern gehört sie zu den markantesten Erscheinungen im zeitigen Frühjahr. Die Art bringt eine Generation pro Jahr hervor, wobei die Weibchen bereits begattet überwintern. Im Frühling besucht sie zur Nektaraufnahme bevorzugt den Zwerg-Goldstern (Gagea minima), während sie später im Jahr an der Echten Süßdolde (Myrrhis odorata) zu finden ist. Die Larve ernährt sich von einer gelähmten Wolfspinne (Lycosidae), die das Weibchen in eine selbst gegrabene Erdröhre einträgt. Das Weibchen legt ein einzelnes Ei direkt auf die Beute ab. Die Überwinterung erfolgt als erwachsenes Tier (Imago) in Kältestarre an geschützten Stellen wie selbst gegrabenen Erdgängen oder unter Moospolstern. Du kannst die Art fördern, indem du sonnige, offene Sandstellen oder lückige Bodenstellen in deinem Garten zulässt, da diese als Nistplätze und Winterquartiere dienen.
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Diese Wespe ist völlig harmlos und ein faszinierender, gern gesehener Gast in naturnahen Gärten. Sie zeigt keinerlei aggressives Verhalten gegenüber Menschen und nutzt ihren Stachel ausschließlich zur Lähmung ihrer Beutespinnen. Aufgrund des Verlusts offener Bodenstellen ist sie ein schützenswerter Nützling.
Die Frühlings-Wegwespe (Anoplius viaticus) gehört zur Familie der Wegwespen (Pompilidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Lebensräume mit sandigen Böden. Im Gegensatz zu vielen anderen Wespenarten überwintern hier die begatteten Weibchen, was ihnen einen Startvorteil im Frühjahr verschafft. Man unterscheidet sie von ähnlichen Wegwespen durch die spezifische Zeichnung der Hinterleibssegmente und die frühe Flugzeit ab März.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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