
Myrrhis odorata
Auch bekannt als: Scandix odorata
14
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
Echte Süßdolde (Myrrhis odorata) verrät sich durch ihre fein gefiederten, farnartigen Blätter und den intensiven Duft nach Anis, der schon beim leichten Zerreiben wahrnehmbar ist. Diese stattliche Staude ist für deinen Naturgarten ein echter Gewinn, da sie bereits früh im Jahr Struktur bietet und wertvolle Insekten anlockt. Besonders die Helle Erdhummel (Bombus terrestris) und die Honigbiene (Apis mellifera) schätzen das frühe Angebot. Als Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 eingeführt wurde) ist sie bei uns seit Jahrhunderten heimisch. Hol dir dieses aromatische Urgestein in dein Beet und beobachte das rege Treiben auf den weißen Dolden.
Duftendes Anis-Aroma und wichtiger Pollenlieferant für die Helle Erdhummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Süßdolde eine wichtige Anlaufstelle für diverse Insektenarten. Die offene Blütenstruktur der Dolden macht den Nektar leicht zugänglich für die Honigbiene (Apis mellifera) und die Helle Erdhummel (Bombus terrestris). Auch spezialisierte Insekten wie die Wegwespe (Anoplius viaticus) besuchen die Pflanze regelmäßig. Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) findet sich häufig auf den weißen Blüten ein, um Pollen zu fressen. Selbst der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) nutzt die Pflanze als Jagdrevier und Lebensraum. Die reifenden Samen bieten im Spätjahr eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel.
Da die Süßdolde nicht als kindersicher eingestuft ist, solltest du bei kleinen Kindern im Haushalt vorsichtig sein. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum). Das sicherste Unterscheidungsmerkmal ist der aromatische Geruch nach Anis, während giftige Doppelgänger oft unangenehm oder fast geruchlos sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.87 m
Wähle für die Süßdolde einen sonnigen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und vor allem nährstoffreich sein, da sie als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Bedarf an Mineralstoffen) gilt.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet, besonders in heißen Sommern braucht sie ausreichend Wasser.
Im Frühjahr freut sie sich über eine kräftige Gabe Kompost, um ihren Hunger nach Nährstoffen zu stillen.
Vermehren kannst du sie durch Aussaat oder Vorsichtige Teilung des Wurzelstocks.
Lass die verblühten Stängel über den Winter unbedingt stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Gute Partnerin: Der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, frische Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Auch die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) passt ökologisch gut in die Nachbarschaft dieser Saumbewohnerin.
Die Echte Süßdolde gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. In der Natur besiedelt sie bevorzugt Fettwiesen (nährstoffreiche, gedüngte Wiesen) und lichte Waldränder. Auffällig ist der hohle, gefurchte Stängel, der eine Wuchshöhe von bis zu 120 Zentimetern erreichen kann. Die Pflanze bildet charakteristische, längliche und dunkelbraune Früchte aus. Da sie auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten oder mit lokaler Bedeutung) geführt wird, leistet die Anpflanzung im Garten einen Beitrag zum regionalen Artenschutz.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1853802397
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