Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthemis tinctoria
Auch bekannt als: Färber-Kamille, Färberkamille
17
Arten
interagieren
30
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) durch ihre intensiv goldgelben Blütenköpfchen auf, die wie kleine Sonnen über dem fein gefiederten, graugrünen Laub thronen. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) ist sie fest in unserer Natur verwurzelt und ökologisch höchst wertvoll. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) nutzen sie gezielt als Nahrungsquelle. Wenn du einen sonnigen, eher mageren Platz im Garten hast, ist sie die ideale Wahl, um mit minimalem Aufwand Farbe und Leben in dein Beet zu bringen. Du wirst schnell merken, wie sie zur belebten Anlaufstelle für fliegende Besucher wird.
Sonnengelber Magnet für seltene Scheckenfalter und trockenheitsresistente Pracht.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Färber-Hundskamille eine wichtige Tankstelle für verschiedene Schmetterlingsarten. Insbesondere Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und in alpinen Lagen der Kleine Alpendost-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektarangebot in den Monaten Juni und Juli. Auch wenn keine spezifischen Mikroliter-Werte vorliegen, gilt sie als zuverlässige Trachtpflanze. Die Samenstände, sofern sie über den Winter stehen gelassen werden, bieten zudem eine wichtige Nahrungsgrundlage für körnerfressende Singvögel. Durch ihre Anpassung an trockene Standorte bleibt sie auch in heißen Sommern eine verlässliche Ressource.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit dem Pflanzsaft bei empfindlichen Personen Kontaktallergien auslösen kann. Dies ist typisch für viele Korbblütler. Sie ist nicht zum Verzehr geeignet. Eine Verwechslung mit der Echten Kamille (Matricaria chamomilla) ist möglich, die Färber-Hundskamille hat jedoch rein gelbe Zungenblüten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz. Die Pflanze liebt Wärme und kommt mit Trockenheit hervorragend zurecht.
Boden: Ideal ist durchlässige, eher nährstoffarme Erde. Zu viel Dünger lässt sie instabil werden.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Nach der Hauptblüte im Juli kannst du die Stängel zurückschneiden, um die Vitalität zu fördern und einen kompakten Wuchs zu erhalten.
Vermehrung: Sie versamt sich an offenen Bodenstellen gerne selbst, was im Naturgarten erwünscht ist.
Wasserbedarf: Nur in extremen Hitzeperioden gießen; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Mykorrhiza: Sie geht eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM - Bodenpilze, die Nährstoffe gegen Zucker tauschen) ein, was sie widerstandsfähig macht.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Beide teilen die Vorliebe für magere Standorte und unterstützen gemeinsam die lokale Insektenwelt.
Die Färber-Hundskamille gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Sie wächst bevorzugt in Trocken- und Magerrasen sowie an sonnigen Wegrändern. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre wechselständigen, fiederteiligen Blätter und die typischen Scheibenblüten aus, die von einem Kranz gleichfarbiger Zungenblüten umgeben sind. Im Gegensatz zur Echten Kamille besitzt sie keinen hohlen Blütenboden und duftet weniger stark, dafür ist sie deutlich langlebiger und robuster gegenüber Trockenheit.
2 Videos zu Färber-Hundskamille


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13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →