Bild folgtKI-generierte IllustrationAntirrhinum genistifolium
Auch bekannt als: Antirrhinum genistifolium
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Ginster-Löwenmaul (Antirrhinum genistifolium) an seinen schmalen, fast nadelartigen Blättern und den leuchtend gelben Rachenblüten. In deinem Naturgarten ist es ein wertvoller Baustein, da es spezialisierten Faltern wie dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Auch der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) wird von dieser Art magisch angezogen. Wenn du sonnige, trockene Plätze besiedeln möchtest, liegst du mit dieser Pflanze genau richtig. Sie bringt nicht nur Farbe, sondern echtes Leben in deine Beete. Du wirst staunen, wie viele unterschiedliche Falter diese Blüten als Anlaufstelle nutzen.
Ein gelbes Blütenwunder, das seltene Scheckenfalter magisch anzieht.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Dieses Löwenmaul ist ein Magnet für eine Vielzahl seltener Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere Scheckenfalter wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) von dem Angebot. Auch der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Westeuropäische Scheckenfalter (Melitaea celadussa) finden sich regelmäßig an den Blüten ein. In alpinen Regionen dient sie zudem dem Alpenmatten-Perlmuttfalter (Boloria pales) als Nahrungsquelle. Sogar der bedrohte Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) sowie Arten wie der Skandinavische Scheckenfalter (Euphydryas iduna) und der Wüsten-Scheckenfalter (Melitaea deserticola) sind als Profiteure gelistet.
Bitte beachte, dass das Ginster-Löwenmaul nicht als kindersicher eingestuft ist. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du die Pflanze daher mit Bedacht platzieren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Der Boden muss gut durchlässig sein; schwere Erde solltest du mit Sand oder feinem Kies abmagern.
Pflanzzeit im Frühjahr: Ideal sind die Monate März bis Mai.
Pflanzzeit im Herbst: Setze die Pflanzen zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Verzichte auf starken Dünger, da die Pflanze durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) (Wurzelsymbiose) bestens versorgt wird.
Lass die abgestorbenen Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) — sie liebt die gleichen trockenen Standorte und ergänzt die gelbe Blütenpracht ökologisch sinnvoll.
Das Ginster-Löwenmaul gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). In Deutschland ist die Art heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Felshänge. Charakteristisch ist der aufrechte Wuchs mit den namensgebenden, schmalen Blättern, die an Ginster erinnern. Die Blüten weisen den typischen Verschlussmechanismus der Löwenmäuler auf, der nur von kräftigen Insekten geöffnet werden kann. Im Boden geht die Pflanze eine Symbiose in Form der Arbuskulären Mykorrhiza (AM) (spezielle Pilz-Wurzel-Verbindung) ein.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →