Bild folgtKI-generierte IllustrationArtemisia vulgaris
Auch bekannt als: Jungfernkraut, Werzwisch, Fliegenkraut, Beifuss, gewöhnlicher Beifuß, wilder Wermut, Sonnenwendkraut, Weiberkraut, Johannesgürtelkraut, Gemeiner Beifuss, Gänsekraut, gewöhnlicher Beifuss, Gewürzbeifuß, Beifuß, gemeiner Beifuß
Artengruppe
16
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
14
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrer silbrig-grauen Blattunterseite, die einen starken Kontrast zur dunkelgrünen Oberseite bildet, lässt sich die Art sofort erkennen. Der Gewöhnliche Beifuß ist weit mehr als nur ein Beikraut; er ist eine unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter wie den Hochstaudenflur-Blütenspanner (Eupithecia icterata) oder die Dreipunkt-Glanzeule (Euplexia lucipara). Im Garten dient diese stattliche Staude als wichtiger Strukturgeber und wertvoller Lebensraum für Insektenlarven. Wenn du ihm eine Ecke gönnst, in der er sich frei entfalten darf, leistest du einen echten Beitrag zum Erhalt der heimischen Falterwelt. Er ist ein urwüchsiger, pflegeleichter Begleiter für dich.
Wichtige Kinderstube für acht spezialisierte Nachtfalterarten.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Beifuß eine herausragende Raupenfutterpflanze für spezialisierte Nachtfalter. Hierzu gehören unter anderem der Bleich-Blütenspanner (Eupithecia succenturiata), der Beifuß-Mönch (Cucullia absinthii) und der Grüne Blütenspanner (Chloroclystis v-ata). Auch die Raupen von Orthosia opima nutzen die Pflanze als Lebensgrundlage. Da die Blüten windbestäubt werden, produzieren sie zwar keinen Nektar, bieten aber Insekten wie dem Gebüsch-Grünspanner (Hemithea aestivaria) eine wichtige Struktur zur Eiablage. Im Winter sind die Samenstände eine lebensnotwendige Nahrungsquelle für Körnerfresser unter den Vögeln, während die hohlen Stängel als Winterquartier für kleine Insekten dienen.
Der Gewöhnliche Beifuß wird als nicht kindersicher eingestuft, da er allergische Reaktionen auslösen kann und seine ätherischen Öle bei Hautkontakt oder Verzehr sensibel reagieren können. Achte auf die Unterscheidung zum hochgiftigen Blauen Eisenhut (Aconitum napellus) im frühen Stadium; der Beifuß besitzt jedoch die charakteristische weißfilzige Blattunterseite, die dem Eisenhut fehlt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.38 m
Wähle für den Beifuß einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus. Er zählt zu den Starkzehrern (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf), weshalb ein nährstoffreicher, fetter Boden ideal für ihn ist. In Bezug auf die Feuchtigkeit bevorzugt er frische Standorte, was einer mäßig feuchten Gartenerde entspricht.
Pflanzzeit: Von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Staude ist extrem robust und benötigt kaum Aufmerksamkeit, braucht aber ausreichend Platz zum Austreiben.
Vermehrung: Er lässt sich leicht über Wurzelteilung im Frühjahr vermehren.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche an nährstoffreiche Böden und ergänzen sich optisch wunderbar in einer naturnahen Wildstaudenrabatte.
Der Gewöhnliche Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (unbewirtschaftete Flächen auf Schutt oder Ödland) und Wegränder. Du erkennst die Pflanze an ihrem aufrechten, oft rötlich überlaufenen Stängel und den fiederteiligen Blättern, die beim Zerreiben herb-würzig duften. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) ist er seit Jahrtausenden fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Er erreicht beachtliche Höhen von bis zu 150 Zentimetern.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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