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Familie: Cicadellidae
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Wenn du im Hochsommer durch deine Wiese gehst, fallen sie dir vielleicht gar nicht direkt auf, da sie nur wenige Millimeter groß sind. Arthaldeus striifrons gehört zu den Zwergzikaden. Diese Tiere haben einen sehr spezialisierten Körperbau, der es ihnen ermöglicht, durch eine blitzartige Streckung ihrer Hinterbeine weite Sprünge zu vollziehen. Die Art zeichnet sich durch eine feine, bräunliche Zeichnung auf den Vorderflügeln aus, die ihr im Gras eine hervorragende Tarnung bietet. Sie saugen Pflanzensäfte, bevorzugen dabei aber vor allem verschiedene Süßgräser. Da sie keine Massenvermehrungen zeigen, bemerkst du als Gärtner meist gar nicht, dass sie Teil deines ökologischen Gefüges sind.
Die Entwicklung von Arthaldeus striifrons ist an die Vegetationsperiode der Gräser gebunden. Die Überwinterung erfolgt bei den meisten Zwergzikaden im Eistadium innerhalb der Pflanzengewebe oder als Larve in der bodennahen Krautschicht. Im späten Frühjahr schlüpfen die jungen Stadien, die durch mehrere Häutungen (dem Abwerfen der zu eng gewordenen Außenhaut) zur erwachsenen Zikade heranwachsen. Im Hoch- und Spätsommer kannst du die ausgewachsenen Tiere bei trockenem Wetter in deiner Wiese beobachten, bevor der Zyklus mit der Eiablage in die Halme der Gräser im Herbst abgeschlossen wird.
Zikaden wie Arthaldeus striifrons sind vollkommen harmlose Bewohner deines Gartens. Sie benötigen keine Bekämpfung. Im Gegenteil: Als spezialisierte Insekten sind sie ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette für bodennistende Wespenarten und Spinnen. Dein einziger Beitrag zum Schutz dieser Tiere ist der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und ein bewusstes Belassen von ungemähten Grasstreifen, die ihnen als Lebensraum und Überwinterungsplatz dienen.
Arthaldeus striifrons zählt zur Familie der Cicadellidae, im Deutschen auch als Zwergzikaden bekannt. Innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera) bilden sie eine vielfältige Gruppe. Die Systematik unterscheidet sie durch spezifische Merkmale an den Genitalstrukturen der Männchen von anderen Arten der Gattung Arthaldeus. Ihre Mundwerkzeuge sind als Stechrüssel ausgebildet, mit denen sie das Phloem – das Leitgewebe der Pflanze, das den Zucker transportiert – anzapfen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.