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Asplenium ceterach subsp. ceterach
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Auch bekannt als: Asplenium ceterach subsp. ceterach
Typisch für den Milzfarn (Asplenium ceterach) sind seine fiederschnittigen (tief eingeschnittenen), immergrünen Wedel, die auf der Unterseite von einem dichten Teppich aus rostbraunen Schuppen bedeckt sind. Dieser kleine Überlebenskünstler ist perfekt an das Leben in Mauerritzen angepasst und schützt sich bei Hitze, indem er seine Blätter einfach einrollt. Als Rote-Liste-Art (Kategorie 3: gefährdet) ist er ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz in deinem Garten. Er besiedelt Nischen, die für die meisten anderen Pflanzen viel zu trocken und karg sind. Wenn du eine alte Gartenmauer ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit diesem Farn genau richtig.
Überlebenskünstler für die Trockenmauer: Der Milzfarn liebt extreme Sonnenplätze.
Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Bestäubungsbeziehungen vor, da Farne Sporen statt Nektar bilden. Seine ökologische Bedeutung liegt primär in seiner Spezialisierung auf Extremstandorte wie Trockenmauern. In diesen kargen Nischen bietet er einen wichtigen Lebensraum für spezialisierte Spinnentiere und Käfer, die in der Hitze Schutz unter seinen schuppigen Wedeln suchen. Als gefährdete Art nach der Roten Liste (Stufe 3) fördert seine Ansiedlung direkt die botanische Vielfalt in Siedlungsräumen. Er fungiert als Pionierpflanze, die nackten Stein besiedelt und so die Grundlage für kleine Mikrolebensräume schafft. In den Wintermonaten bleiben die Wedel grün und bieten so ganzjährig Struktur für Kleinstlebewesen.
Der Milzfarn gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Auch wenn keine schweren Vergiftungsfälle dokumentiert sind, sollten die Wedel nicht verzehrt werden. Aufgrund seines speziellen Standorts in trockenen Mauerritzen besteht kaum eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Farnarten feuchter Wälder.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Milzfarn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen (Polypodiales). Er ist in Deutschland und der Schweiz heimisch und gilt als Indigen (ursprünglich vorkommend). Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Felsspalten und sonnige Trockenmauern in warmen Lagen. Eine morphologische Besonderheit ist seine Eigenschaft als Wiederauferstehungspflanze: Bei extremer Trockenheit rollen sich die Wedel ein, wobei die braune Schuppenschicht nach außen zeigt, um die Verdunstung zu minimieren.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.