
Atropa belladonna
Auch bekannt als: Wolfsbeere, Indische Tollkirsche, Schwarze Tollkirsche
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren braun-violetten Glockenblüten fällt die Tollkirsche (Atropa belladonna) sofort auf. Diese stattliche Staude ist eine Bereicherung für den Naturgarten, da sie als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den eindrucksvollen Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos) dient. Da sie jedoch in allen Teilen giftig ist, solltest du genau abwägen, ob sie an ihrem gewählten Platz sicher steht. Wenn du keine kleinen Kinder im Garten hast, kannst du mit ihr einen wertvollen Beitrag zum Erhalt seltener Nachtfalter leisten.
Wichtige Kinderstube für den seltenen Totenkopfschwärmer.
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Die ökologische Hauptrolle spielt die Tollkirsche als exklusive Kinderstube. Die Raupen des Totenkopfschwärmers (Acherontia atropos) sind auf diese und verwandte Pflanzen angewiesen, um sich zu entwickeln. Während viele Insekten die Pflanze aufgrund ihrer Inhaltsstoffe meiden, haben sich spezialisierte Arten perfekt an sie angepasst. Nach aktuellen Daten dienen die Beeren zudem verschiedenen Vogelarten als Winternahrung, die so auch für die Verbreitung der Samen sorgen. Da keine spezifischen Nektarwerte in der Datenbank vorliegen, liegt ihr größter Wert für deinen Garten in der Förderung dieser spezialisierten Falterart.
Die Tollkirsche ist in allen Teilen hochgiftig und ausdrücklich nicht kindersicher. Besonders die kirschähnlichen, süßlich schmeckenden Beeren sind für Kinder und Haustiere lebensgefährlich. Eine Verwechslung mit essbaren Wildkirschen ist möglich, lässt sich aber durch die glockenförmigen Blüten und den krautigen Wuchs der Tollkirsche vermeiden. In Gärten, in denen Kinder spielen, sollte auf diese Pflanze konsequent verzichtet werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.9 m
Bevorzugt einen Standort im Halbschatten oder lichten Schatten, ähnlich ihrem natürlichen Lebensraum im Wald.
Der Boden sollte nährstoffreich und kalkhaltig sein; sie schätzt humusreiche Erde (gut zersetztes Laub).
Kommt mit mäßiger Feuchtigkeit gut zurecht, verträgt aber keine Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich).
Pflanzzeit: Ideal ist das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Trage beim Pflanzen oder Pflegen sicherheitshalber Handschuhe, da alle Pflanzenteile Giftstoffe enthalten.
Die Vermehrung erfolgt meist durch Samen, die durch Vögel verbreitet werden, oder durch Teilung des Wurzelstocks.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; das Stehenlassen der Stängel im Winter bietet Unterschlupf für Insekten.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide bevorzugen kalkhaltige Standorte und ergänzen sich wunderbar in der Schichtung des Gartenrandes.
Die Tollkirsche (Atropa belladonna) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist in Österreich und den Nachbarländern heimisch und besiedelt typischerweise Waldlichtungen oder Säume auf kalkhaltigem Boden. Als ausdauernde, krautige (nicht verholzende) Pflanze erreicht sie eine stattliche Höhe von bis zu 1,50 Metern. Charakteristisch sind ihre eiförmigen, großen Blätter und die glänzend schwarzen Beeren, die von einem kelchartigen Blattkranz umgeben sind.
3 Videos zu Schwarze Tollkirsche



•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_939849665
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