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Medicago ×varia
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Auch bekannt als: Bastard-Schneckenklee
An den abwechslungsreich gefärbten Blüten, die von Gelb über Grünlich bis zu Violett changieren können, lässt sich die Bastard-Luzerne (Medicago ×varia) sofort erkennen. Als Kreuzung vereint sie die Robustheit ihrer Elternarten und bietet eine verlässliche Nahrungsquelle im sommerlichen Garten. Da sie extrem tief wurzelt, kommt sie mit zunehmender Trockenheit blendend zurecht und lockert ganz nebenbei verdichtete Bodenbereiche auf. Für Wildbienen und Schmetterlinge ist sie ein Magnet, da sie über einen langen Zeitraum von Juni bis weit in den August hinein blüht. Du machst mit ihr alles richtig, wenn du einen unkomplizierten und ökologisch wertvollen Dauerblüher für sonnige Plätze suchst.
Robuster Trockenkünstler mit bunten Blüten für spezialisierte Wildbienen.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Bastard-Luzerne eine unverzichtbare Tankstelle für spezialisierte Wildbienen wie die Luzerne-Sägebiene (Megachile rotundata). Auch Hummeln schätzen das Angebot sehr, da sie kräftig genug sind, den speziellen Klappmechanismus der Blüten zu bedienen. Für verschiedene Bläulinge, wie den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), dienen die Blätter als wichtige Nahrungsgrundlage für die Raupen. Im Winter bieten die markhaltigen, vertrockneten Stängel einen sicheren Unterschlupf für überwinternde Insektenlarven, während die Samen von Singvögeln wie dem Stieglitz (Carduelis carduelis) gefressen werden.
In der Datenbank wird die Bastard-Luzerne als nicht kindersicher geführt, weshalb du darauf achten solltest, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Eine akute Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht bei Beachtung der typischen dreizähligen Kleeblätter kaum. Wie bei vielen Hülsenfrüchtlern sind die rohen Samen für den menschlichen Verzehr nicht geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Die Bastard-Luzerne gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eine natürliche Kreuzung aus der Saat-Luzerne und der Sichel-Luzerne. In der Natur findest du sie oft auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder an sonnigen Wegrändern in ganz Deutschland. Typisch für diese Art sind die wechselständigen, dreizähligen Blätter und die sichel- bis schraubenförmig gekrümmten Hülsenfrüchte. Als Leguminose lebt sie in Symbiose mit Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und so den Boden auf natürliche Weise mit Nährstoffen anreichern.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.