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Familie: Biphyllidae
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Der Mondfleck-Glanzkäfer (Biphyllus lunatus) ist eine in unseren Gärten selten bemerkte Käferart, die sich auf ein sehr spezielles Nahrungsangebot spezialisiert hat. Mit einer Körperlänge von etwa drei Millimetern ist der Käfer eher unauffällig. Sein Körper ist oval geformt und weist eine charakteristische Färbung auf, die ihm seinen Namen verleiht: Auf den Flügeldecken befinden sich helle, mondsichelförmige Flecken. Diese Käfer gehören zur Familie der Biphyllidae, einer kleinen Gruppe von Käfern, die eng mit holzzersetzenden Pilzen verknüpft sind. Wenn du in deinem Garten altes Totholz hast, auf dem sich Baumpilze ansiedeln, schaffst du die notwendige Lebensgrundlage für diese Art.
Der Lebenszyklus von Biphyllus lunatus ist eng an die Verfügbarkeit der Pilzfruchtkörper gebunden. Die Käfer sind vorwiegend in den warmen Monaten aktiv, in denen die entsprechenden Pilze an Totholz oder geschädigten Baumstämmen wachsen. Die Larven entwickeln sich direkt innerhalb des Pilzgewebes, von dem sie sich ernähren. Die Überwinterung findet zumeist in geschützten Bereichen in der Nähe der Pilzstandorte statt, etwa in Rindenspalten oder unter Holzresten, bevor der Zyklus im darauffolgenden Frühjahr von Neuem beginnt.
Es gibt keinen Grund, Maßnahmen gegen diesen Käfer zu ergreifen. Er ist in keiner Weise schädlich für Gartenpflanzen, Gebäude oder gelagerte Lebensmittel. Aufgrund seiner sehr spezifischen Lebensweise ist er ohnehin nur in sehr geringer Dichte anzutreffen. Ein Verzicht auf Insektizide ist essenziell, da diese nicht nur den Käfer, sondern auch die für seinen Lebenszyklus notwendigen Pilzkulturen und deren komplexes Ökosystem schädigen würden.
Systematisch wird Biphyllus lunatus in die Familie der Biphyllidae eingeordnet. Als mycetophage (pilzfressende) Art ernähren sich sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Käfer primär von den Fruchtkörpern bestimmter Ständerpilze, die an geschwächten oder abgestorbenen Laubbäumen wachsen. Diese ökologische Nische macht sie zu einem wichtigen Teil des Zersetzungskreislaufs im Garten. Sie sind keine Schädlinge, da sie ausschließlich bereits geschädigte Pilzstrukturen besiedeln und nicht in gesundes Holz eindringen.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.