Bild folgtKI-generierte IllustrationTrifolium subterraneum
Auch bekannt als: trèfle semeur
5
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Bodenfrüchtigen Klee (Trifolium subterraneum) sind seine kriechenden Ausläufer und die weißen Blütenköpfchen, die sich nach der Bestäubung kurioserweise Richtung Erdreich krümmen. Diese Pflanze ist ein faszinierender Spezialist, der seine Samen für optimale Keimbedingungen aktiv im Boden vergräbt. In Deinem Naturgarten dient er als wertvolle Futterquelle für den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und den Schwalbenschwanz (Papilio machaon). Auch der behaarte Fellkäfer (Trichius) lässt sich gerne auf den Blüten blicken. Durch seine Genügsamkeit bereichert er vor allem sonnige Standorte, ohne viel Arbeit zu machen. Wenn Du ein Herz für clevere Überlebensstrategien hast, solltest Du diesem Klee ein Plätzchen gönnen.
Der schlaue Überlebenskünstler: Vergräbt seine Samen einfach selbst im Boden.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Klee eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Schmetterlinge. Besonders der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzen die Blüten als Nahrungsquelle. Auch seltenere Arten wie der Zahnflügel-Bläuling (Polyommatus fulgens) oder Polyommatus humedasae profitieren von dem Nektarangebot. Neben Faltern wird die Pflanze regelmäßig vom Fellkäfer (Trichius) besucht, der bei der Bestäubung hilft. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) (eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) stärkt zudem die biologische Aktivität in Deinem Boden. Durch das Vergraben der Samen fördert die Pflanze ein stabiles Kleinklima in der oberen Erdschicht.
Bitte beachte, dass der Bodenfrüchtige Klee (Trifolium subterraneum) laut Datenlage nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern solltest Du darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht aufgrund der typischen dreizähligen Kleeblätter jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Wähle für diesen heimischen Klee einen sonnigen Standort aus.
Die Pflanzzeit liegt idealerweise zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Pflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Da er Stickstoff selbst fixiert, benötigt er keinen zusätzlichen Dünger.
Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September, was ihn zu einem dauerhaften Gartenbewohner macht.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da er niedrig am Boden bleibt.
Er ist recht trittfest und verträgt gelegentliches Begehen der Fläche.
Die Vermehrung erfolgt fast von selbst durch die im Boden abgelegten Samen.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) passt hervorragend zu ihm.
Ökologische Begründung: Beide Arten sind heimisch, teilen ähnliche Standortansprüche und fördern gemeinsam die Insektenvielfalt.
Der Bodenfrüchtige Klee (Trifolium subterraneum) ist ein Vertreter der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt warme, offene Standorte. Besonders charakteristisch ist die Geokarpie (das aktive Vergraben der Früchte im Boden), was ihn von anderen Kleearten unterscheidet. Als Leguminose (Hülsenfrüchtler) geht er Symbiosen mit Knöllchenbakterien ein, um Stickstoff zu binden, und wird durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) (eine nützliche Pilz-Wurzel-Verbindung) bei der Nährstoffaufnahme unterstützt.
1 Video zu Bodenfrüchtiger Klee

4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →