Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus inermis
Auch bekannt als: Unbegrannte Trespe, Unbewehrte Trespe
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren breiten Blättern und den weichen, zur Blütezeit leicht überhängenden Rispen (verzweigte Blütenstände) fällt die Wehrlose Trespe (Bromus inermis) sofort auf. In deinem Naturgarten ist dieses Gras ein wertvoller Baustein, da es als wichtige Futterquelle für den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) dient. Auch das seltene Rebhuhn (Perdix perdix) profitiert von den Samen und dem Schutz, den der dichte Wuchs bietet. Du holst dir damit ein Stück heimische Wildwiese direkt ans Haus. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologische Lücken füllt, machst du hier alles richtig.
Heimisches Wildgras: Unverzichtbar für den Rostfarbigen Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten und Vögel. Nach aktuellen Daten dient es dem Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) als Raupennahrung und Eiablageplatz. Auch der Spargelkäfer (Crioceris asparagi) wird an der Pflanze beobachtet. Das Rebhuhn (Perdix perdix) nutzt die Bestände sowohl zur Deckung als auch zur Nahrungssuche. Die leichten Samen (Diasporen) wiegen nur etwa 2.8865 mg und werden effizient durch den Wind verbreitet, was die natürliche Ausbreitung in der Landschaft fördert. Durch ihre Breitblättrigkeit bietet sie zudem viel Blattfläche für Kleinstlebewesen.
Bitte beachte, dass dieses Gras laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist, solltest du in Gärten, in denen kleine Kinder spielen, achtsam mit der Platzierung sein. Im Zweifelsfall oder bei Unfällen erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.877 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, da das Gras mäßig viel Licht benötigt.
Der Boden sollte nährstoffreich und nicht zu trocken sein, ideal ist normale Gartenerde.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Gräser von März bis Mai, damit sie vor dem Sommer gut einwurzeln.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du ebenfalls pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Achte auf die Wuchshöhe von genau 0.88 m und plane ausreichend Platz ein, da sie durch Ausläufer in die Breite geht.
Ein Rückschnitt erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Da sie zur Selbstaussaat neigt, solltest du Verblühtes im Juli entfernen, falls du eine Ausbreitung begrenzen willst.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) passt hervorragend, da sie ähnliche Standorte besiedelt und einen farbigen Kontrast zu den grünen Rispen bietet.
Die Wehrlose Trespe gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sie besiedelt natürlicherweise Wegränder und Halbtrockenrasen (trockene, oft kalkreiche Wiesenstandorte). Botanisch zeichnet sie sich durch ihre Wuchsform als ausläuferbildendes Gras aus, das mit 0.88 m Höhe eine markante Präsenz zeigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Trespen-Arten fehlen ihr meist die Grannen (borstenartige Fortsätze an den Spelzen), was ihr den Namen "wehrlos" einbrachte.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →