Bild folgtKI-generierte IllustrationCallitriche stagnalis
Auch bekannt als: Callitriche stagnalis, Gemeiner Wasserstern
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Teich-Wasserstern (Callitriche stagnalis) an seinen charakteristischen, spatelförmigen Blättern, die an der Wasseroberfläche dichte, sternförmige Rosetten bilden. Diese heimische Wasserpflanze ist ein stiller Held im Garten, da sie das Wasser klärt und als wichtiger Sauerstoffspender fungiert. Besonders für seltene Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) bietet sie eine wertvolle Lebensgrundlage. Wenn du eine naturnahe Uferzone gestalten möchtest, ist diese Pflanze eine hervorragende Wahl. Du wirst staunen, wie viel Leben sich schon bald zwischen den grünen Sternen tummelt.
Heimische Kinderstube für seltene Scheckenfalter von Mai bis Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Teich-Wasserstern eine wichtige Ressource für spezialisierte Falter. Zu den Nutznießern gehören unter anderem der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) profitieren von dieser Pflanze im Ökosystem. Während die unscheinbaren Blüten von Mai bis Oktober erscheinen, dienen die dichten Unterwasserpolster ganzjährig als Schutzraum für Kleinstlebewesen. Da die Pflanze den Sauerstoffgehalt im Wasser erhöht, sichert sie indirekt das Überleben vieler Wasserbewohner.
In der Gartengestaltung wird der Teich-Wasserstern als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an seinem bevorzugten Standort im oder am Wasser, was eine allgemeine Ertrinkungsgefahr für Kleinkinder darstellt. Die Pflanze selbst weist keine bekannte Giftigkeit auf, sollte aber wie alle Zierpflanzen nicht verzehrt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, damit das Wasser im Sommer nicht zu stark aufheizt.
Boden: Die Pflanze benötigt feuchte bis nasse Bedingungen und gedeiht am besten in normalem Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Wasserstand: Er kommt sowohl in der Sumpfzone als auch im flachen Wasser bis etwa 30 Zentimeter Tiefe gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze ihn idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November ein, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Der Teich-Wasserstern ist pflegeleicht; ein Rückschnitt ist nur notwendig, wenn er zu große Flächen einnimmt.
Vermehrung: Du kannst einfach Teilstücke der beblätterten Stängel abtrennen und an einer neuen Stelle beschweren, bis sie Wurzeln schlagen.
Winter: Die Pflanze ist winterhart und zieht sich bei Frost oft auf den Grund des Gewässers zurück.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und die Sumpfdotterblume ergänzt das Grün durch ihre frühen gelben Blüten.
Der Teich-Wasserstern gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) eingestuft. Er wächst vorwiegend in flachen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern sowie auf Schlammflächen. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen), die der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme hilft. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) bevorzugt er Standorte, die weder extrem nährstoffarm noch übermäßig gedüngt sind. Morphologisch ist er durch seine variablen Blattformen an verschiedene Wasserstände perfekt angepasst.
3 Videos zu Teich-Wasserstern



13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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