Bild folgtKI-generierte IllustrationCallitriche truncata
Auch bekannt als: Callitriche truncata, Callitriche Tronqué
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
An seinen charakteristischen, wie abgeschnitten wirkenden Blattspitzen lässt sich der Gestutzte Wasserstern (Callitriche truncata) sofort erkennen. Diese zierliche Wasserpflanze wächst meist untergetaucht oder flutend und ist ein seltener Schatz für naturnahe Teiche. Als heimische Art ist sie besonders wertvoll für die Artenvielfalt, da sie spezialisierten Insekten als Lebensraum dient. Unter anderem profitieren Scheckenfalter wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) von dieser Pflanze. Wenn du ein Herz für gefährdete Wasserbewohner hast, ist diese Art eine wunderbare Bereicherung für dein Gartenbiotop. Du leistest damit einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Seltener Wasserstar: Ein Magnet für gefährdete Scheckenfalter an deinem Teich.
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Obwohl er unter Wasser lebt, hat der Gestutzte Wasserstern eine enge Bindung zur Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird die Pflanze von einer Vielzahl von Faltern besucht. Dazu zählen der Alpenglanz-Perlmuttfalter (Boloria pales) sowie verschiedene Scheckenfalter-Arten wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa). Auch seltenere Arten wie Euphydryas iduna oder Melitaea deserticola gehören zum Spektrum der profitierenden Arten. Damit förderst du gezielt anspruchsvolle Schmetterlingspopulationen direkt an deinem Gartenteich.
Der Gestutzte Wasserstern wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze bevorzugt in tiefem Matsch oder Flachwasser wächst, sollten Kleinkinder in der Nähe des Standorts wegen der allgemeinen Ertrinkungsgefahr ohnehin nie unbeaufsichtigt sein. Eine Verwechslung mit stark giftigen Wasserpflanzen ist bei genauer Betrachtung der gestutzten Blattspitzen unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz direkt in der Flachwasserzone oder an einem permanent feuchten Uferabschnitt.
Boden: Die Pflanze gedeiht in normalem Boden und gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf).
Pflanzzeit: Setze den Wasserstern am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November ein.
Wasserstand: Achte darauf, dass der Boden niemals austrocknet; ein flacher Wasserstand wird ideal vertragen.
Pflege: Da die Art konkurrenzschwach ist, solltest du stark wuchernde Nachbarpflanzen gelegentlich auslichten.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich meist von selbst über Ausläufer oder Samen aus, wenn die Bedingungen stimmen.
Kombination: Ein passender Partner aus der gleichen Lebensgemeinschaft ist die Bachbunge (Veronica beccabunga). Beide Arten teilen sich den feuchten Standort und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Der Gestutzte Wasserstern gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Er ist in Deutschland heimisch und wird auf der Roten Liste geführt, was seine Seltenheit unterstreicht. Die Pflanze lebt oft als Archaeophyt (Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Pilzsymbiose an den Wurzeln, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus dem feuchten Boden aufzunehmen.
1 Video zu Gestutzter Wasserstern

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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