
Caltha palustris
Auch bekannt als: Caltha palustris subsp. palustris
27
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) durch ihre glänzenden, herzförmigen Blätter und die strahlend gelben Schalenblüten, die wie kleine Sonnen im Garten leuchten. Da sie von Mai bis Juni Farbe bekennt, ist sie ökologisch wertvoll für Insekten wie die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). In Zeiten schwindender Feuchtbiotope gibst du dieser Art auf der Vorwarnliste ein wichtiges Refugium. Wenn du eine nasse Stelle im Garten oder einen Teichrand hast, ist sie die ideale Wahl für dich. Mit ihrer Pflanzung machst du in Sachen Artenschutz alles richtig.
Gelber Frühlingsbote für nasse Füße: Ein Muss für jede heimische Teichlandschaft.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) und Honigbienen (Apis mellifera) fliegen die offenen Schalenblüten gerne an, um Nektar und Pollen zu sammeln. Da sie im Mai und Juni blüht, bietet sie ein verlässliches Angebot während der Hauptsaison vieler Fluginsekten. Da sie auf der Vorwarnliste (Arten, deren Bestand merklich zurückgeht) steht, hilft jede Ansiedlung im Garten, die regionale Biodiversität zu stärken. Die schalenförmigen Blüten sind für kurzrüsselige Insekten besonders leicht zugänglich. Ein Standort am Wasser fördert zudem das Mikroklima für viele weitere Begleitarten in deinem Garten.
Die Sumpf-Dotterblume ist in allen Pflanzenteilen schwach giftig und daher nicht kindersicher. Ein Verzehr kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen, weshalb beim Hantieren mit der Pflanze im Garten Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslung mit dem Scharbockskraut (Ficaria verna) ist möglich, dieses blüht jedoch meist früher und hat deutlich kleinere Blüten sowie eine andere Blattform.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Für die Sumpf-Dotterblume suchst du am besten einen Platz im Halbschatten, an dem der Boden dauerhaft feucht bleibt.
Sie gilt als Mittelzehrer (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf), kommt also mit normaler, aber eben nasser Gartenerde gut zurecht.
Ideal ist die Pflanzung direkt am Teichrand oder in einer dauerhaft feuchten Sumpfzone.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet, besonders in heißen Sommermonaten.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks nach der Blütezeit unkompliziert möglich.
Schneide Verblühtes nicht sofort ab, damit sich Samen für die natürliche Ausbreitung bilden können.
Eine gute Partnerin ist die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale).
Beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem natürlichen, wildhaften Erscheinungsbild.
So schaffst du eine kleine Sumpflandschaft, die ökologisch stimmig und pflegeleicht ist.
Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Sumpfwiesen, Bachränder und Bruchwälder (nasse, oft zeitweise überschwemmte Wälder). Man erkennt sie an den kräftigen, hohlen Stängeln und den glänzenden, nieren- bis herzförmigen Blättern. Sie ist ein Indigen (eine bei uns von Natur aus vorkommende Art) und geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Pflanzenwurzel) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
3 Videos zu Sumpf-Dotterblume



14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
13 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_842772104
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