
Campanula bononiensis
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Bologneser Glockenblume (Campanula bononiensis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrem aufrechten Wuchs und den unzähligen, violetten Glocken, die sich dicht an den Stängel schmiegen, ist sie eine echte Erscheinung. Du holst dir damit eine Seltenheit in den Garten, die auf der Roten Liste als stark gefährdet (Kategorie 2) eingestuft wird. Da sie ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 bei uns heimisch wurde) ist, bereichert sie unsere Artenvielfalt seit Jahrhunderten. Mit dieser Wahl tust du aktiv etwas für den Artenschutz in deiner Region. Gib diesem besonderen Gast ein Plätzchen und beobachte, wie er zum neuen Mittelpunkt in deinem Beet wird.
Ein gefährdeter Schatz: 0,61 Meter pure Natur für deinen kalkreichen Garten.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Bologneser Glockenblume eine unverzichtbare Komponente für die Biodiversität, da sie als stark gefährdete Art (Rote Liste 2) gilt. Obwohl keine spezifischen Insektenarten in den Datenbanken gelistet sind, profitiert die gesamte Gilde der glockenblumen-affinen Bestäuber von ihrem Nektarangebot im Hochsommer. Ihre späte Blütezeit im Juni und Juli füllt die oft kritische Versorgungslücke nach der Hauptblüte im Frühling. Die winzigen Samen dienen im Winter als Nahrung für samenfressende Kleinvögel, sofern man die Stängel stehen lässt. Durch ihre Symbiose mit Bodenpilzen (AM) trägt sie zur Stabilität des gesamten Bodenökosystems bei.
Bitte beachte, dass die Bologneser Glockenblume in der Gartenkultur als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie nicht zu den klassischen Giftpflanzen zählt, solltest du beim Umgang mit der Pflanze vorsichtig sein und sie so platzieren, dass kleine Kinder nicht zum Probieren verleitet werden. Nach Kontakt mit der Pflanze empfiehlt es sich, die Hände zu waschen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.607 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), damit sie ihre kräftigen Blütenstängel ausbilden kann.
Boden: Der Untergrund sollte unbedingt mager sein (Schwachzehrer). Zu viel Dünger lässt die Pflanze instabil werden.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8); sie liebt Steingärten oder kalkreiche Beete.
Feuchtigkeit: Ein eher trockener Standort ist ideal, wobei sie kurzzeitig auch frische, mäßig feuchte Bedingungen verträgt.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie nicht verholzt, kannst du die Samenstände im Spätwinter einkürzen, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Gute Partnerin: Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) – sie besiedelt natürliche Kalk-Trockenrasen und passt ökologisch perfekt zur Glockenblume.
Die Bologneser Glockenblume gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine exakte Wuchshöhe von 0,61 m und einen unverholzten, krautigen Wuchs aus. Eine botanische Besonderheit ist das extrem geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,15 mg, was ihr die Fernausbreitung über den Wind ermöglicht. Sie lebt zudem in einer AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Pilzsymbiose im Boden), die ihr bei der Nährstoffaufnahme hilft.
3 Videos zu Bologneser Glockenblume



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_214109940
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