Bild folgtKI-generierte IllustrationMelitta haemorrhoidalis (Fabricius, 1775)
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Du erkennst die Glockenblumen-Sägehornbiene an ihrem dichten Pelz und dem charakteristischen rötlich-behaarten Hinterleibsende, das ihr den wissenschaftlichen Namen Melitta haemorrhoidalis einbrachte. Diese solitäre (einzeln lebende) Wildbiene ist in deinem Garten vor allem im Hochsommer aktiv, da ihre Flugzeit auf die Monate Juli und August beschränkt ist. Es wird pro Jahr nur eine einzige Generation gebildet. Die Weibchen graben Gänge in den Erdboden, in denen sie ihre Eier einzeln auf einem Pollenvorrat ablegen. Die Larve ernährt sich ausschließlich von diesem Gemisch aus Pollen und Nektar. Obwohl sie im Frühjahr als Larve im Boden ruht, listet die Fachwelt Huflattich (Tussilago farfara) als Besuchspflanze auf. Im Sommer sucht sie gezielt die Breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia) sowie den Gewöhnlichen Dost (Origanum vulgare) und die Kugel-Teufelskralle (Phyteuma orbiculare) auf. Zudem nutzt sie Storchschnabel-Arten wie den Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) und den Braunen Storchschnabel (Geranium phaeum). Den Winter verbringt das Tier als Ruhelarve tief und geschützt im Erdboden deiner Beete. Du kannst die Art fördern, indem du heimische Glockenblumen pflanzt und offene Bodenstellen im Garten für den Nestbau erhältst.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der nicht sticht, solange er nicht eingequetscht wird. Da sie wie alle Wildbienen unter Naturschutz steht, ist ein respektvoller Umgang wichtig; das Umsiedeln der Bodennester ist nicht gestattet.
Die Glockenblumen-Sägehornbiene gehört zur Familie der Sägehornbienen (Melittidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien beheimatet und lebt solitär ohne Staatenbildung. Als oligolektische (auf wenige Pollenquellen spezialisierte) Art ist sie existenziell auf Glockenblumengewächse angewiesen. Mit einer Körpergröße von etwa 11 bis 14 Millimetern ähnelt sie oberflächlich einer kleinen Hummel, ist aber an den namensgebenden sägeartig gezähnten Fühlern der Männchen und dem rötlichen Hinterleib der Weibchen erkennbar.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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