Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex cespitosa var. alpina
Auch bekannt als: Carex cespitosa var. alpina
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihrem dichten, horstartigen Wuchs, der mit der Zeit markante Hügel – sogenannte Bülten (feste Pflanzenhügel) – bildet, lässt sich die Alpen-Rasensegge (Carex cespitosa var. alpina) sofort erkennen. Diese Segge ist ein unverzichtbarer Baustein für feuchte Gartenbereiche, da sie als spezialisierter Lebensraum für seltene Falter dient. Unter anderem finden hier die Raupen des Rostfarbigen Dickkopffalters (Ochlodes sylvanus) und des Schwarzkolbigen Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) wichtige Nahrung. Dank der Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit speziellen Bodenpilzen ist sie zudem äußerst robust. Wenn du eine strukturstarke Pflanze suchst, die auch im Winter Charakter zeigt und aktiv den Artenschutz fördert, ist diese Segge die richtige Wahl für dich.
Wichtige Kinderstube für den seltenen Gelbringfalter und Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Segge eine wertvolle Kinderstube für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders die Raupen des Waldvogel-Wiesenvögelchens (Coenonympha hero) und des Gelbringfalter (Lopinga achine) nutzen die Halme als lebensnotwendige Nahrungsquelle. Auch seltenere Arten wie das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) profitieren unmittelbar von den dichten Beständen. Die Pflanze lebt unter der Erde mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze) zusammen, welche die Nährstoffaufnahme im sauerstoffarmen, nassen Boden verbessern. Im Winter bieten die hohlen Räume innerhalb der dichten Horste einen frostfreien Unterschlupf für nützliche Käfer und Spinnen. Die im Spätsommer reifenden Samen werden zudem gerne von heimischen Vögeln als Zusatzfutter genutzt.
Bitte beachte, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird, da die Blattränder sehr scharf sind und bei unvorsichtiger Berührung zu schmerzhaften Schnittverletzungen führen können. Es besteht jedoch keine Gefahr durch Giftstoffe, da die Pflanze ungiftig ist. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der sehr markanten Hügelform (Bülten) nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Wähle für die Segge einen Standort, der dauerhaft feucht bis nass ist, idealerweise in einer Sumpfzone oder am Rand deines Gartenteiches.
Der Boden sollte humusreich und eher kalkarm sein, um den natürlichen Bedingungen in Mooren zu entsprechen.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Wurzelballen bündig mit der Erdoberfläche abschließt.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht notwendig, da die vertrockneten Halme das Herz der Pflanze vor strengem Frost schützen.
Im zeitigen Frühjahr kannst du abgestorbene Blätter einfach vorsichtig mit den Händen auskämmen.
Die Vermehrung gelingt am besten durch das Teilen großer, älterer Bülten im Frühjahr.
Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, da die Pflanze an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch durch das dichte Grün und die gelbe Blüte.
Die Kombination fördert zudem verschiedene Insektengruppen gleichzeitig.
Die Alpen-Rasensegge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie ist vor allem in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz auf nassen, teils moorigen Standorten heimisch. Ein typisches Merkmal sind die dreikantigen Halme, die du deutlich spüren kannst, wenn du den Stängel vorsichtig zwischen den Fingern rollst. Als bültenbildende Art wächst sie nicht flächig in die Breite, sondern formt über viele Jahre hinweg charakteristische, erhöhte Stöcke, die aus dem Wasser oder Sumpf ragen.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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