Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex colchica
Auch bekannt als: Carex colchica
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Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
An ihren schmalen, graugrünen Blättern und den kriechenden Ausläufern lässt sich die Französische Segge (Carex colchica) sofort erkennen. Sie ist eine Spezialistin für trockene, nährstoffarme Plätze und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie bedrohten Schmetterlingen als Lebensraum dient. Besonders der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Moor-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) profitieren von ihrer Anwesenheit. Da sie auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sandigen, sonnigen Standort im Garten hast, ist dieses Sauergras eine wunderbare Wahl für dich.
Wichtige Kinderstube für bedrohte Wiesenvögelchen und Dickkopffalter.
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Diese Segge ist weit mehr als nur ein Gras; sie ist eine wichtige Futterpflanze für spezialisierte Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen Arten wie der Schwarzkolbige Braundickkopffalter (Thymelicus lineola) und das Gelbringfalterchen (Lopinga achine) diese Pflanze. Auch seltenere Arten wie das Spanische Wiesenvögelchen (Coenonympha dorus) oder der Weißbindige Bergwald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) finden hier Nahrung oder Eiablageplätze. Durch ihre Mykorrhiza (Symbiose-Pilze) verbessert sie zudem die Bodenstruktur auf kargen Flächen. Im Winter bieten ihre Samen eine kleine, aber feine Nahrungsquelle für Vögel, die in den trockenen Halmen nach Fressbarem suchen.
Die Französische Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den scharfen Kanten der Blätter, die bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittverletzungen führen können, ähnlich wie bei einem Schnitt durch Papier. Sie ist jedoch ungiftig, sodass keine Gefahr durch Verzehr für Mensch oder Tier besteht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Damit die Französische Segge gut anwächst, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz. Sie liebt Wärme und kommt mit Trockenheit hervorragend zurecht.
Boden: Die Erde sollte mager und durchlässig sein. Als Schwachzehrer (Pflanze mit sehr geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen Dünger.
Pflanzzeit: Setze sie am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden, solange dieser frostfrei ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam. Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht notwendig; lass die Halme über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Vermehrung: Da sie Ausläufer bildet, breitet sie sich langsam von selbst aus. Du kannst sie im Frühjahr auch einfach teilen.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist das Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea). Beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch in einer naturnahen Magerwiese.
Die Französische Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist in Österreich heimisch. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) hat sie sich fest in unsere Flora integriert. Sie bevorzugt lichtreiche Standorte auf mageren Böden und bildet charakteristische Ausläufer aus. In der Natur findet man sie oft in Gesellschaft von anderen Trockenheitsspezialisten, wobei sie durch ihre Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) auch bei geringem Nährstoffangebot bestens gedeiht.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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