Bild folgtKI-generierte IllustrationCentaurea paniculata agg.
Artengruppe
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Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Rispen-Flockenblume durch ihre filigranen, rispigen Blütenstände auf, die sich wie ein feiner Schleier über das Beet legen. Als Biologe schätze ich sie besonders, weil sie selbst an extrem trockenen Standorten beharrlich bleibt und dort wertvollen Nektar liefert. Davon profitiert unter anderem die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae), die gezielt nach solchen Pollenquellen sucht. Mit dieser Pflanze holst du dir eine robuste Wildart in den Garten, die Struktur gibt und wenig Ansprüche stellt. In deinem Naturgarten machst du mit ihr alles richtig, wenn du einen sonnigen Platz für Spezialisten suchst.
Trockenkünstlerin mit 0,48 m Höhe: Die perfekte Tankstelle für Furchenbienen.
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Die Rispen-Flockenblume ist eine wertvolle Tankstelle für heimische Wildbienen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie regelmäßig von der Gewöhnlichen Furchenbiene (Halictus tumulorum) und der Gelbbindigen Furchenbiene (Halictus scabiosae) besucht. Die zahlreichen Einzelblüten in den Köpfchen bieten leicht zugängliche Nahrung über den Hochsommer hinweg. Auch nach der Blüte erfüllt sie eine Funktion: Die Samenreife bietet im Spätherbst Nahrung für samenfressende Vögel. Da sie einen krautigen Wuchs hat und im Winter stehen gelassen werden sollte, dienen ihre trockenen Strukturen als wichtiger Rückzugsort für kleine Wirbellose.
Bitte beachte, dass die Rispen-Flockenblume nicht als kindersicher eingestuft wird. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte vermieden werden, und bei empfindlichen Personen kann der Kontakt mit den Blättern oder Stängeln zu leichten Hautreizungen führen. Im normalen Gartenalltag ist sie jedoch bei umsichtigem Umgang unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.483 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg 8), ideal sind Plätze mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Bodenfeuchte: Die Pflanze liebt Trockenheit (Ellenberg 2); gieße sie nur in der Anwachsphase oder bei extremer Dürre.
Nährstoffe: Ein Boden mit mäßigem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist optimal; vermeide übermäßige Düngung.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Ellenberg 7), da sie auf sauren Böden schwächelt.
Pflanzzeit: Setze die Flockenblume im Frühling (April bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Platzbedarf: Berücksichtige bei der Planung ihre Wuchshöhe von 0,48 m und den krautigen Wuchs.
Pflege: Schneide die verblühten Triebe erst im Frühjahr zurück, damit Insekten in den Stängeln überwintern können.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) – beide teilen die Vorliebe für trockene, kalkreiche Standorte.
Die Rispen-Flockenblume (Centaurea paniculata agg.) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Deutschland als indigene (einheimische) Art beziehungsweise Archäophyt verbreitet und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,48 m bleibt sie kompakt und bildet einen krautigen, nicht verholzenden Habitus aus. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige Böden und ist an die klimatischen Bedingungen mäßig warmer Regionen perfekt angepasst.
3 Videos zu Rispen-Flockenblume (Artengruppe)



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →